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Architektur

POTSDAMER ARCHITEKTURGESCHICHTE

 

Belvedere auf dem Pfingstberg, Aquarell von Ferdinand von Anim, 1856

 

Dozentin: Prof. Karin Flegel (Architekturhistorikerin)
Zeit: Do, monatlich, 18.00 – 19.30 Uhr | Kursbeginn: 12.9.2018 | 10 Termine à 90 min | 80,00 €
Einzeltermine: 9,00 €
Anmeldung: 0331 / 29 17 41

 

 

 

12.09.2019, 18.00 Uhr

„Daß gantze Eylandt mus ein paradis werden“
Kurfürstliche und königliche Residenz von 1600 bis 1713

 

Die hügelige wald- und wasserreiche Landschaft lässt schon im 17. Jahrhundert Potsdam zur Residenzstadt werden. Eigene Aufenthalte des Kurfürsten, seine Gemahlin Luise Henriette von Oranien oder der Statthalter aus Kleve Johann Moritz von Nassau-Siegen bringen holländische Einflüsse in die Stadt. Johann Gregor Memhardt gestaltet das neue Stadtschloss, ein Lustgarten wird angelegt und Johann Arnold Nering entwirft die Orangerie. In einer nun durch barocke Alleen und Prospekte gegliederte Landschaft laden prunkvolle Lustschlösser zur Jagd oder Repräsentation ein. Der Große Kurfürst und sein Sohn König Friedrich I. prägen die Architektur auf sehr unterschiedliche Weise und legen dadurch die Grundlage der weiteren Stadtentwicklung.

 


 

10.10.19, 18.00 Uhr
Entwicklung zur Garnisonstadt unter Friedrich Wilhelm I.

 

Die Verschwendung seines Vaters (König Friedrich I.) lag ihm nicht. Er ist bekannt als der sparsame Soldatenkönig, der in seiner Regierungszeit (1713-1740) für den heute noch ablesbaren Grundriss von zwei Stadterweiterungen, den Bau des Holländischen Viertels und drei stadtbildprägende Kirchen sorgt. Die Konzentration der Garnison braucht Wohnraum für Soldaten und Kasernen, der Lustgarten wird zum Exerzierplatz und die Orangerie zum Marstall umgebaut. Es entstehen zur Verhinderung von Desertionen eine Stadtmauer mit Toren, ein Militärwaisenhaus und eine Gewehrfabrik. Für einen Krieg ist alles bereitet.

 


 

14.11.2019, 18.00 Uhr
Friedrich II. – seine Schlösser und die Gartenkunst des Barock

 

Mit sicherem Gespür für den außergewöhnlichen Ort ließ Friedrich sofort nach seiner Thronbesteigung die sonnigen Terrassen anlegen, auf die sodann das Schloss Sanssouci mit Blick über die Havel gebaut wurde. Das Gartenparterre mit dem französischen Figurenrondell und die Nebenanlagen lassen einen barocken Garten mit ungewöhnlicher Ausrichtung entstehen. Die Nebengebäude des Schlosses und Parkarchitekturen, der Ruinenberg mit dem Wasserbassin geben den Rahmen für das zarte friderizianische Rokoko, auf dessen Spuren sich der Vortrag begibt.

 



12.12.2019, 18.00 Uhr
Alles Fassade – Stadtumbau in Potsdam unter Friedrich II.

 

Das Verhältnis von Friedrich Wilhelm I., dem Soldatenkönig, zu seinem Sohn Friedrich war bekanntermaßen gespannt. Pragmatismus und Verfeinerung prägen bis heute das Antlitz der Stadt, in der beide in sehr unterschiedlicher Weise entsprechende Spuren hinterlassen haben.
Der zunächst geplante und ausgeführte Ausbau von Potsdam zur Garnisonstadt geriet unter Friedrich zu einer Residenz nach europäischen Vorbildern großer Baukünstler. Der Vortrag geht architekturhistorischen Spuren nach, auch denen von Zerstörung und Rekonstruktion.  

 


 

16.01.2020, 18.00 Uhr
Umbruch in Architektur und Gartenkunst – Friedrich Wilhelm II. und der Klassizismus
Während Friedrich der Große noch barocken Formen frönte, zog andern Ortes schon der Klassizismus mit seiner klaren Linie am Bau und dem geschwungenen Weg im Garten ein. Friedrich Wilhelm II. holte die ersten Künstler zur Umgestaltung aus Dessau, der Neue Garten entstand mit einer enzyklopädischen Welt der Architekturgeschichte und mit ihm kostbare Zeugnisse des frühen Klassizismus durch Carl Gotthard Langhans.

 


 

20.02.2020, 18.00 Uhr
Napoleonische Starre in Preußen – die Architektur unter Friedrich Wilhelm III.
Der Denkmal-Entwurf für Friedrich II. von Friedrich Gilly beflügelte den jungen Schinkel sich der Baukunst zuzuwenden. Doch die Zeit der französischen Besatzung brachte die Bautätigkeit nahezu zum Erliegen. Erst danach kann sich der bekannteste Architekt des Preußischen Klassizismus so richtig entfalten. Die preußische Verbindung zu Russland ist Ausgangspunkt einer besonderen Kolonie auf dem Grundriss von Lenné. Die Nikolaikirche bekommt nach dem Brand endlich ein neues Haus, leider noch ohne Kuppel…

 


 

19.03.2020, 18.00 Uhr
Die Sehnsucht nach Italien oder der Romantiker auf dem Thron Friedrich Wilhelm IV.
Es war ein geniales Zusammentreffen von drei hochbegabten Gestaltern: der selbst architektonisch ambitionierte Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.), der Architekt Karl-Friedrich Schinkel und der Landschaftskünstler Peter Joseph Lenné. In einer großen Parabel erweiterten sie in den Park von Sanssouci nach Süden und schufen eine der weltweit schönsten Anlagen des Klassizismus. Doch nach der Thronbesteigung nahm die italienische Baukunst erst richtig Fahrt auf. Ludwig Persius blieben nach Schinkels Tod wenige Jahre für ein beachtliches Werk, angeregt von italienischen Träumen des königlichen Bauherren.

 


 

16.04.2020, 18.00 Uhr
Wissenschaftsbauten, Historismus und Moderne – die Kaiserzeit

 

14.05.2020, 18.00 Uhr
Kriegszerstörung, Wiederaufbau und Architektur der DDR

 

11.06.2020, 18.00 Uhr
Stadtentwicklung nach 1989

 

Änderungen vorbehalten.