Teilen auf Facebook   Link verschicken   Drucken
 

Vernissage und Konzert zum Jubiläum 100 Jahre Bauhaus

22.11.2018 um 17:00 Uhr

Ein Potsdamer „Bauhäusler“ der 1.Stunde: Martin Jahn 1898-1981 mit Konzert  des Faure Quartett

"Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgsky

 

Das kommende Jahr 2019 steht im Zeichen von 100 Jahren BAUHAUS. Die URANIA Potsdam stimmt schon jetzt auf dieses Jubiläum ein – mit einer Ausstellung mit Werken des in Potsdam geborenen Bauhausschülers Martin Jahn (1898 – 1981).

Martin Jahn wurde in Potsdam als Sohn eines Kunstschlosser- und Schmiedemeisters geboren. Zunächst studierte er an der Staatlichen Kunstschule zu Berlin, die Zeichenlehrer im Sinne des Naturalismus ausbildete, und absolvierte sein Referendariat in Potsdam und Berlin. Seine Faszination für die künstlerische und pädagogische Reformbewegung des Bauhauses zog ihn schließlich nach Weimar, zum Wintersemester 1920 wurde er am Staatlichen Bauhaus immatrikuliert. Dort wurde er in der Metallwerkstatt ausgebildet, die nacheinander unter der künstlerischen Leitung von Johannes Itten, Paul Klee und László Moholy-Nagy stand, und nahm Anregungen von Lyonel Feininger auf. 1923 legte er vor der Handwerkskammer Weimar seine Gesellenprüfung als Silberschmied ab. Die Abbildung seines Gesellenstücks, einer Mokkakanne aus Bronze, ist in jedem Standardwerk über das Bauhaus enthalten. Es war jedoch vor allem seine zeichnerische Begabung, mit der er hervortrat. Auch Walter Gropius war das nicht entgangen, der ihn schon bald als Assistenten einsetzte. Jahn zog Konsequenzen. Er arbeitete nie wieder mit Metall, sondern widmete sein künstlerisches Talent ausschließlich dem Malen und Zeichnen.
1924 kehrte er dem Bauhaus den Rücken und begann eine Karriere als außergewöhnlicher Zeichner und Pädagoge. Er nutzte die gesamte Palette seiner Ausbildung und schuf neben seiner pädagogischen Tätigkeit ein umfangreiches malerisches und zeichnerisches Werk – seine Bilder zeigen ihn als originären Vertreter des legendären Weimarer Bauhauses.

Die Vernissage findet am Donnerstag, 22. November 2018 um 17.oo Uhr in den Räumen der URANIA Potsdam, Gutenbergstraße 71/72, statt. Zur Eröffnung spricht die Kultur- und Kunstwissenschaftlerin Dr. Heike Karg über Leben und Werk Martin Jahns.
Musikalisch wird der Abend begleitet vom preisgekrönten Fauré-Quartett (Erika Geldsetzer – Violine, Sascha Frömbling – Viola, Konstantin Heidrich – Violoncello, Dirk Mommertz – Klavier). Die Musiker des Ensembles, das weltweit Presse und Publikum begeistert, spielen Mussorkskis „Bilder einer Ausstellung“ in der eigens für sie arrangierten Version.


Der Eintritt ist frei.