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Hafenstädte im Baltikum – Teil III: Memel/Klaipėda

06. 12. 2022 um 18:00 Uhr

Estland, Lettland und Litauen, seit 2004 Mitgliedstaaten der EU und der NATO, haben in den gut dreißig Jahren ihrer Unabhängigkeit eine beeindruckende Entwicklung gemacht, die im übrigen Europa allzu wenig Beachtung findet. In der aktuellen weltpolitischen Situation sind die baltischen Staaten in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit gerückt. Dass die Bewohner der Baltischen Staaten sich durch die gegenwärtige russische Aggressionspolitik unmittelbar bedroht fühlen, erklärt sich aus der geographischen Lage ebenso wie aus der historischen Erfahrung russischer und sowjetischer Vorherrschaft. Was wissen wir über die Kultur und Geschichte dieser Region, deren Städte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts noch durch eine deutsche Oberschicht geprägt waren? In unserem Vortragszyklus stellen wir drei faszinierende Hafenstädte des Baltikums vor.

 

 

 

Teil III: Memel/Klaipėda

Die Stadt Memel/Klaipėda, die im August 2022 ihren 770. Geburtstag feierte, geht auf eine Burggründung durch den livländischen Zweig des Deutschen Ordens zurück. Die günstige Lage an der Mündung des Kurischen Haffs in die Ostsee begründete ihre Bedeutung als Handels- und Hafenstadt. Geprägt ist die Stadt durch ihre Jahrhunderte lange Zugehörigkeit zum Ordensstaat und später zu Preußen. Beide Weltkriege des 20. Jahrhunderts hatten für Memel und seine Bevölkerung fatale Folgen. Heute ist Klaipėda Litauens wichtigster Ostseehafen und eine Universitätsstadt mit einem regen Kulturleben.


Die finnlandschwedische Journalistin Sonya Winterberg arbeitet seit über zwanzig Jahren für Medien in Europa und Nordamerika. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist dabei die Langzeitbeobachtung von Menschen in krisenhaften Lebenssituationen. Von Mai bis September 2022 war sie mit einem Stipendium des Kulturforums als Stadtschreiberin in Klaipėda. Sie lebt in Radebeul.

 

 

Referentin: Martin Brand
Teilnhemerpreis: 9,00 € / 7,00 €
Anmeldung und Vorverkauf: 0331 / 29 17 41 oder

 

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa

 

 

 
Klaipedra, Foto: Mantas Volungevicius
Klaipedra, Foto: Mantas Volungevicius