Brecht-Weigel-Haus Buckow, Foto: Reimann
Schloss Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Offene Gärten, Bornim
Bürgermuseum Wolfenbüttel, Foto: Reimann
 
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Fürsten und Standesherren in der Niederlausitz: Heinrich von Brühl, die Bibersteins und Promnitzen und die Fürsten von Sagan

13.04.2023

Abfahrt:     

7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Dieter Rauchfuß (Historiker)
Teilnehmerpreis: 79,00 €
Leistungen: Programm, Eintritte, Mittagessen, 2. Busfahrer
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 20.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

Wie Fürsten bestimmten die Standesherren der Niederlausitz und Niederschlesiens die Geschicke ihrer Untertanen in der Markgrafschaft Niederlausitz. Ihre Schlösser künden von Macht, Einfluss und Reichtum. Die drei wichtigsten Herrschaften sind die des Grafen von Brühl, die Herrschaft Sorau und die Herrschaft Sagan.

 

Programmpunkte:
•    Pförten/Brody: Das Schloss des Grafen von Brühl
Heinrich von Brühl, ab 1713 Page der Herzogin von Sachsen-Weißenfels und 1719 Page am Hof von König August dem Starken von Sachsen, stieg 1747 zum Premierminister auf und wurde zum Intimfeind Friedrichs des Großen. So wurden sein Hauptsitz in Pförten, 1745 sowie u.a. das Brühl`sche Palais in Dresden zwischen 1756 und 1763 von preußischen Truppen geplündert. Das nach dem Siebenjährigen Krieg beschädigte Schloss wurde bis 1852 als Strohmagazin genutzt, dann saniert. 1945 erfolgte Brandstiftung, Restaurierungsarbeiten sind erkennbar (Besichtigung).
•    Schlösser in Sorau/Zary
In Sorau stehen wir vor einem gewaltigen Doppelschloss – dem Gotik-Renaissance-Bau der Bibersteins und dem Palais der Promnitzen. Das Schloss diente ab 1824 als Gefängnis, war dann Heimatmuseum und wurde 1944 Opfer von Luftangriffen. Das an das Schloss angrenzende Barock-Palais entstand ab 1705 zusammen mit Lustgarten, Marstall, Reitstall und Reitbahn, Kavalierhäusern, einem Tiergarten und einem Lusthaus, das für eine Ritterakademie geplant wurde (Besichtigung).
•    Die Fürsten von Sagan – von Wallenstein bis zum Herzog von Kurland
Die Stadt Sagan/Żagań, 1202 erstmalig urkundlich erwähnt, stellte einen bedeutenden Handelsplatz dar und wurde durch Tuchmacherei, Bierbrauerei und Eisenhandel bekannt. Das Augustiner Chorherrenstift (Führung) mit der Stiftskirche Mariä Himmelfahrt unterstrich die Stellung der Stadt. Der letzte Herr von Sagan, Hans von Sagan, verkaufte 1472 die Stadt an die Wettiner. Im Ersten Schlesischen Krieg fiel Sagan an Preußen, 1786 kaufte der Herzog von Kurland, Peter von Biron, Sagan als preußisches Herzogtum. Bis 1945 verblieb die Herrschaft mit 20.000 ha im Familienbesitz und gehört heute zur Woiwodschaft Lebus in Polen.