Schloss Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Offene Gärten, Bornim
Bürgermuseum Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Brecht-Weigel-Haus Buckow, Foto: Reimann
 
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Burgen im sächsischen Muldeland - Zwischen der Zwickauer und Freiberger Mulde

25.10.2022

Abfahrt:
7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Dieter Rauchfuß (Historiker)
Teilnehmerpreis: 89,00 €
Leistungen: Programm, Eintritte, Mittagessen
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 19.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

Von Meißen aus wurde das alte Reichsland Pleiße erschlossen und durch trutzige Burgen gesichert. Einige Burgen wurden zu Schlössern umgebaut, wurden zu Witwensitzen oder Jagdschlössern, bevor die Region an Bedeutung verlor. Burgen wurden zu Amtsgerichten mit Gefängnissen, zu Heilanstalten, Krankenhäusern oder Arbeitshäusern. Dank der sächsischen Schlösserstiftung erstrahlen viele wieder in altem Glanz und lohnen den Besuch.


Programmpunkte:
•    Burg Mildenstein
Die auf einem Felssporn hoch über der Freiberger Mulde gelegene alte Reichsburg Mildenstein gehörte einst Friedrich Barbarossa, fiel bei der Teilung Sachsens erst an die Ernestiner, dann an den Albertiner  Moritz von Sachsen. Sie wurde Nebenresidenz, im 30-jährigen Krieg schwer beschädigt, diente dem Gegenkönig von August dem Starken 1706 als  Residenz, wurde dann aber bedeutungslos. Die grandiose Burg mit sehenswerter Kapelle wurde Verwaltungs- und Gerichtssitz, bevor 1993 die Aufnahme in die sächsische Schlösserstiftung erfolgte (Besichtigung).
•    Schloss Colditz
Leuchtend weiß liegt das Schloss oberhalb der Mulde. Unter anderem diente die einstige Burg in Formen der Frührenaissance mit spätgotischen Elementen als Jagdschloss für Kurfürst August und als Witwenresidenz sächsischer Kurfürstinnen. Später war es Armenhaus und eine Anstalt für Geisteskranke. Bekannt wurde es als Internierungslager für alliierte Offiziere im 2. Weltkrieg. Nach 50 Jahren Krankenhausnutzung zogen 1996 eine Jugendherberge und die Landesmusikakademie Sachsens ein (Außenbesichtigung).
•    Schloss Rochlitz
Wie ein wehrhaftes Kloster mit zwei Türmen erhebt sich am Ufer der Zwickauer Mulde das Schloss Rochlitz als ehemalige Reichsburg, wettinische Residenz, Gefängnis und Amtssitz. Die Markgrafen von Meißen bauten die Burg im 12. Jahrhundert dergestalt aus, dass die Hussiten Rochlitz zwar belagern, aber nicht erobern konnten. Die Burg wurde Schloss und kurfürstliche Residenz. Hier lebte Elisabeth, Herzogin von Sachsen, vor ihrer Flucht nach Schmalkalden. Nach mehrfacher Besatzung während des Dreißigjährigen Krieges verfiel sie in der Folgezeit und diente später als Gefängnis, von 1945 bis 1947 auch vom NKWD genutzt. Restaurierungen erhielten den wehrhaften, fast schon trutzigen Charakter der Anlage Rochlitz, die einen wunderschönen Ausblick über das Muldetal gewährt (Führung).