Schloss Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Brecht-Weigel-Haus Buckow, Foto: Reimann
Bürgermuseum Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Offene Gärten, Bornim
 
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17. bis 21. Oktober 2022: Jerusalem am Rhein - Die jüngsten Weltkulturerbestätten

17.10.2022

Abfahrt:    

7.30 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.45 Uhr ab URANIA Potsdam
8.00 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Irene A. Diekmann, Dr. Mathias Iven
Teilnehmerpreis: 785,00 €, EZZ: 160,00 €
Leistungen: 4 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte, Weinprobe, 3. Reiseleiterin vor Ort
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 20.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

Worms – Speyer – Mainz: Seit Juli 2021 zählen die drei Orte zu den jüngsten Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes. Zahlreiche Namen und Ereignisse sind mit diesen Städten verbunden. Denken wir an Worms, fällt uns der Name Martin Luther ein, Siegfried warb dort um Kriemhilds Gunst; Plätze, Straßen und Brunnen tragen die Namen der Helden des Nibelungenlieds. In Speyer fanden über 50 Reichstage statt, der Dom beherbergt die bedeutendste Kaiser- und Königsgrablege Deutschlands. Mit Mainz verbinden wir Johannes Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks.
Seit dem 10. Jahrhundert gibt es jüdisches Leben in diesen Städten. Die Gemeinden in Worms, Speyer und Mainz gehören damit zu den frühesten nachweisbaren jüdischen Gemeinden in Mittel- und Osteuropa. Zusammengefasst unter dem Namen SchUM (ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen) präsentieren die Orte bedeutende bauliche Zeugnisse wie Synagogen, Mikwen und Friedhöfe.
Dr. Susanne Urban, langjährige Geschäftsführerin des SchUM-Städte e.V., wird die Exkursion vor Ort fachkundig begleiten.

 

1. Tag: Anreise nach Worms
Auf einem kleinen Rundgang erkunden wir am Abend das Stadtzentrum von Worms mit Lutherdenkmal, Siegfriedbrunnen und dem Denkmal für Hagen von Tronje.
Übernachtung im 4 Sterne Domhotel Worms im Herzen der Nibelungenstadt (4x)

 

2. Tag: Speyer
Bewegte 2.000 Jahre und ein unschätzbar wertvolles kulturhistorisches Erbe lassen sich an nahezu jeder Straßenecke entdecken. Ob die Krypta des Doms – mit einer überbauten Fläche von 850 mµ und einer Höhe von sieben Metern die größte romanische Säulenhalle Europas – oder die kleinen und doch bedeutungsträchtigen Stolpersteine in der Schraudolphstraße, ob der Blick in Sophie von La Roches Augen, der Anblick der drei Weisen von Speyer oder der sensationelle Ausblick vom Altpörtel weit in die pfälzische Toskana
hinaus …
Programmpunkte:

  • Judenhof mit Museum SchPIRA (Führung)
  • Dom und Dreifaltigkeitskirche (Führung)
  • Kloster Sankt Magdalena (Besuch)

 

3. Tag: Worms
Die Nibelungen, Papst Leo IX., Martin Luther – Worms hat aber noch mehr zu bieten. Sie ist die Stadt der heiligen jüdischen Gemeinde Warmaisa mit dem ältesten jüdischen Friedhof Europas, und sie ist die Stadt der Romanik, deren schönstes Beispiel der herrliche Kaiserdom ist. Zudem ist Worms seit der Römerzeit eine Stadt des Weines.
Programmpunkte:

  • Der Synagogenbezirk Worms mit dem Friedhof „Heiliger Sand“ (Rundgang)
  • Dom und Lutherkirche (Besichtigung)
  • Kleine Wanderung durch das Rebenmeer verbunden mit einer Weinprobe

 

4. Tag: Mainz
Lebensfreude und eine 2.000-jährige Kultur prägen die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz. Wir begeben uns auf die Suche nach den Spuren jüdischen Lebens und treffen dabei unter anderem auf Anna Seghers.
Programmpunkte u.a.:

  • Magenza – das jüdische Mainz (Stadtführung mit Besichtigung der neuen Synagoge)
  • Das Gutenberg-Museum (Führung)

 

5. Tag: Rückfahrt
Auf dem Rückweg besuchen wir die 990 gegründete Pfarrkirche Sankt Stephan in Mainz-Gonsenheim. Touristen aus der ganzen Welt pilgern auf den Stephansberg, zu den blau leuchtenden Glasfenstern. Die einzigartigen Kunstwerke wurden von Marc Chagall als Zeichen jüdisch-christlicher Verbundenheit geschaffen.