Offene Gärten, Bornim
Schloss Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Bürgermuseum Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Brecht-Weigel-Haus Buckow, Foto: Reimann
 
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14. bis 18. September 2022: Kunst, Architektur und Literatur in Hessen

14.09.2022

Zwischen Rhein und Weser


Abfahrt:     
6.30 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
6.45 Uhr ab URANIA Potsdam
7.00 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig

Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 725,00 €, EZZ: 100,00 €
Leistungen: 4 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 21.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 


Neben vielen architektonischen und kulturhistorischen Zeugnissen hat Hessen noch weitaus mehr zu bieten: Es ist das deutsche Literaturland. Mit Goethe, Büchner und Grimmelshausen stammen einige der größten deutschen Autoren von dort. Die Familie Brentano war dort zuhause, Dichter und Denker schwärmten für die malerische Landschaft am Rhein, und mit dem Hildebrandslied entstand dort sogar eines der ersten Zeugnisse deutscher Literatur überhaupt.

 

1. Tag: UNESCO-Welterbestadt Kassel
Die Brüder Grimm beschrieben ihre Kasseler Zeit als die „arbeitsamste und vielleicht die fruchtbarste Zeit“ ihres Lebens. Nicht nur die Kinder- und Hausmärchen wurden dort von Jacob und Wilhelm Grimm zusammengetragen, auch zahlreiche weitere Werke, wie zum Beispiel die Deutsche Grammatik und das Deutsche Wörterbuch, haben von Kassel aus ihren Weg in die Welt genommen.
Programmpunkt:
•    Kassel – Kunst – Kultur (Stadtführung)
Übernachtung in Wetzlar (4x)

 

2. Tag: Mehr als nur Wein – der Rheingau
„Ich sitze in der schönsten Gegend von Deutschland“ – bis heute adelt Goethe mit diesem Ausspruch den Rheingau. Dort, wo die Städte Rüdesheim und Bingen das Tor zum UNESCO-Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ bilden, war Hildegard von Bingen zuhause, im Doppelort Oestrich-Winkel trafen sich die Romantiker im Haus der Brentanos und wir finden dort all das, was zum Inbegriff der Rheingau-Romantik gehört.
Die ehemalige Zisterzienserabtei Kloster Eberbach ist eines der eindrucksvollsten Denkmale mittelalterlicher Klosterbaukunst in Europa, das seine Bedeutung vor allem den Mönchen verdankt, die den Weinbau dort über 700 Jahre hinweg kultivierten.
Programmpunkte:
•    Rüdesheim, ein Treffpunkt der Romantiker (Stadtführung)
•    Oestrich-Winkel, ein Ort der Romantik (Besuch des Brentano-Hauses)
•    Kloster Eberbach, einstmals das florierendste Weinhandelsunternehmen der Welt (Klosterführung)

 

3. Tag: Darmstadt und Goddelau
1899 gründete und finanzierte Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein (1868–1937) die Künstlerkolonie Darmstadt. Er berief die ersten sieben Künstler (Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Patriz Huber, Hans Christiansen, Paul Bürck, Ludwig Habich und Rudolf Bosselt) und stellte ihnen für ihr zukunftsweisendes Projekt die Mathildenhöhe zur Verfügung.
Das museal genutzte Geburtshaus Georg Büchners in Goddelau ist der letzte Originalschauplatz in Deutschland, der an das Leben des Dichters, Revolutionärs und Naturwissenschaftlers erinnert. Die Sanierung des 1665 erbauten Fachwerkhauses wurde 1997 abgeschlossen.
Programmpunkte:
•    Gesamtkunstwerk Mathildenhöhe (Führung)
•    Familie Büchner, die Manns des 19. Jahrhunderts (Besuch des Büchner-Hauses)

 

4. Tag: Bad Soden und Gelnhausen
Überall in Bad Soden ist noch der Glanz der alten Kurstadt spürbar. An zahlreichen Orten erinnern Bronzetafeln an so berühmte Besucher wie die Komponisten Tschaikowski, Wagner und Mendelssohn oder an Literaten wie Tolstoi, Turgenjew oder Börne.
Die poetische Seite der mehr als 800 Jahre alten Barbarossastadt Gelnhausen erschließt man am besten zu Fuß. Beginnend mit den Minnesängern bis hin zu zeitgenössischen Autoren – viele Dichter hatten und haben eine besondere Beziehung zu dieser von Fachwerkbauten und winkligen Gassen geprägten Stadt, die sich in ihren Werken widerspiegelt.
Programmpunkte:
•    Mehr als eine Kurstadt: Bad Soden am Taunus (Führung)
•    Gelnhausen, ein Ort nicht nur für Literaten (Stadtführung)

 

5. Tag: Marburg
Clemens und Bettine Brentano, Achim von Arnim, Sophie Mereau, Karoline von Günderode, die Brüder Grimm – samt und sonders klangvolle Namen der Literaturgeschichte. Sie alle und weitere Romantiker fanden um 1800 ihren Weg in die Universitätsstadt Marburg und hinterließen hier ihre Spuren. Einer ihrer Treffpunkte war das Haus des mit 24 Jahren zum Professor berufenen Friedrich Carl von Savigny.
Programmpunkt:
•    Marburger Romantik (Altstadtführung)