Bürgermuseum Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Schloss Wolfenbüttel, Foto: Reimann
Brecht-Weigel-Haus Buckow, Foto: Reimann
Offene Gärten, Bornim
 
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7. bis 11. Juni 2022: Torf, Burgen, Schiffe – Fünf Tage im Emsland

07.06.2022

 Abfahrt:    
7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig

Exkursionsleitung: Dr. Dieter Rauchfuß (Geograph und Historiker)
Teilnehmerpreis: 795,00 €, EZZ: ca. 100,00 €
Leistungen: 4 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte, 1x Schiffsfahrt, 1x Moorbahnfahrt
Mindesteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 20.30 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

 

Das Emsland weist viele lohnende, oftmals unbekannte Reiseziele auf. Auf der Fahrt begegnen uns die Burgen der friesischen Häuptlinge, das harte Leben der Moorbauern sowie imposante Gulfbauernhäuser, Kanäle und beeindruckende Städte.

 

1. Tag: Fahrt auf dem Steinhuder Meer und 1.000 Jahre Stiftskirche
Auf dem Weg ins Emsland befahren wir mit einem Motorsegler das Steinhuder Meer, wo der Schaumburger Fürst Wilhelm Friedrich Ernst (1724–1777) für seine 17.000 Bürger die Festung und Militärschule Wilhelmstein mitten auf dem See errichten ließ. Von dort erreichen wir das für die Christianisierung der Sachsen wichtige ehemalige Kloster Bassum, dessen im 13. Jahrhundert errichtete Kirche St. Mauritius und St. Viktor einen einzigartigen, denkmalpflegerisch bedeutenden Gipsfußboden und einen bemerkenswerten Kapitelsaal aufweist.
Übernachtung im Raum Wildeshausen/Cloppenburg (1x)

 

2. Tag: Göpel, Deele, Flett, ein Barockschloss und das Moor
Wer weiß noch, was Göpel, Deele und Flett waren? Das niedersächsische Freilichtmuseum in Cloppenburg führt in die bäuerliche Lebenswelt vergangener Jahrhunderte ein. Bei Cloppenburg ragt das Münsterland wie ein Zipfel in das Emsland hinein. Der damalige Fürstbischof Clemens August von Köln (und Bischof von Münster) ließ nach Entwürfen des westfälischen Baumeisters Johann Conrad Schlaun (1695–1773) das Schloss Clemenswerth mitsamt einer barocken Gartenanlage entstehen. Unweit davon, im Saterland, arbeitet eines der wenigen noch existierenden deutschen Torfwerke. Eine Fahrt mit der Moorbahn bei Ramsloh führt in eines der größten emsländischen Moore.
Übernachtung im Raum Leer/Papenburg (2x)

 

3. Tag: Kreuzfahrtschiffe, Moormuseum und Kanäle
Beim Besuch der Meyer-Werft in Papenburg schauen wir den Bootsbauern der Riesenkreuzfahrtschiffe, die über die Ems in den Dollart gezogen werden, über die Schultern. Einen Einblick in den Alltag der alten Moorbauern verschafft uns das Moormuseum in Moordorf. Das Schloss in Aurich hat sich in eine gesichtslose Verwaltungsstätte verwandelt. Dagegen ziehen der Marstall und die Lambertikirche mit dem Ihlower Altar die Blicke auf sich. Von Aurich fahren wir entlang der Kanäle Ostgrotefehns nach Leer, wo das neugotische Schloss Everburg die Adelskultur des vergangenen Jahrhunderts widerspiegelt. Am späten Nachmittag lohnt das beschauliche Leer einen Stadtbummel.

 

4. Tag: Häuptlingsburgen und Schlösser
Das wunderschöne, auf einer Wurt (= Hügel) gelegene Dorf Rysum lässt uns in die Zeiten des Kampfes mit den Sturmfluten zurückblicken. Die Burgen der friesischen „Häuptlinge“ Beninga oder Manninga erinnern an die Zeit der freien Friesen bis zum Untergang des letzten Geschlechts der Cirkenas, deren Erbe Friedrich II. im Jahr 1744 antrat: Ostfriesland wurde preußische Provinz. Vom Stolz Ostfrieslands künden der Marktplatz in Norden mit der Ludgerikirche, der Rhododendrongarten der Lütetsburg und das weiße Schloss in Dornum. Ein Spaziergang über den Schlossplatz und zur Stadtkirche in Jever runden den Tag ab.
Übernachtung im Raum Jever (1x)

 

5. Tag: Religiöse Vielfalt, Rhododendron und der Dom zu Verden
In Neustadtgödens treffen in einem „holländischen Dorf“ sichtbar die lutherische, die reformierte und die Mennonitenkirche, die jüdische Synagoge und schließlich die katholische Kirche aufeinander. Weiter führt uns der Weg nach Bremen in den Rhododendrenpark mit seiner einzigartigen Vielfalt an Rhododendren und Azaleen. Auf dem Rückweg nach Potsdam stoppen wir in Verden an der Aller am Fuße des gewaltigen Doms. Dieser verdeutlicht gemeinsam mit der benachbarten St. Andreaskirche die einstige Bedeutung des Bistums Verdens, das sich bis in die Altmark erstreckte.