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Salzgitter - Industriekultur im nördlichen Harzvorland

27.05.2020

Abfahrt:

6.30 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
6.45 Uhr ab URANIA Potsdam
7.00 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Eberhard Theurer (Experte für historische Eisen-bahnen), Axel Blum
Teilnehmerpreis: 76,00 €
Frühbucherpreis (bis 4.2.2020): 72,00 €
Leistungen: Programm, Eintritte, Mittagessen, 2. Busfahrer
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 19.45 Uhr in Potsdam/Wannsee


In Niedersachsen hat sich im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts ein wirtschaftlich stark industrialisiertes Gebiet entwickelt. Besonders sichtbar wird dies an den Industrieansiedlungen im Raum Salzgit-ter. Die in der Region lagernden riesigen Eisenerzvorkommen waren schon um Christi Geburt bekannt. Am Beginn des 14. Jahrhunderts entstand der Stadtteil Salzgitter-Bad um Solequellen herum, ab 1868 sind erste Ansätze als Industriestandort zu registrieren, als die Aktien-gesellschaft Eisenwerk Salzgitter mit vier Hochöfen, Kokereien und Gießhallen errichtet wurde. Wegen der großen Eisenerzvorkommen erfolgte 1937 die Gründung der Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“. Der Raum zwischen Goslar, Wolfen-büttel und Braunschweig wurde in dieser Zeit eine der größten Bau-stellen Europas. Für die weitere wirtschaftliche Entwicklung wurde 1941 verfügt, das damalige Salzgitter (das heutige Salzgitter-Bad) mit weiteren 21 Dörfern und Ortschaften zur Stadt Salzgitter zu vereinen. Nach starken Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges und an-schließenden Demontagen begann ab den 1950er-Jahren eine rasante Wiederbelebung dieses Industriestandortes, der in seiner Grundstruk-tur bis heute erhalten geblieben ist.

 

Programmpunkte:

  • das Alstom Werkmuseum

Das Werkmuseum hat seine Wurzeln in der Nachkriegszeit am neuen Firmenstandort in Salzgitter-Watenstedt. Ursprünglich von Gottfried Linke 1839 in Breslau gegründet, war diese Firma maßgeb-lich am Eisenbahnboom der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts beteiligt. Der Zweite Weltkrieg war für das Unternehmen insofern eine Zäsur, als die Produktionsanlagen in Breslau verloren gingen. Nachfolgestandorte entstanden in Bautzen und Salzgitter, Letzte-rer wurde in den 1990er-Jahren vom französischen Konzern „GEC Alsthom“ übernommen. Zu Beginn der 1960er-Jahre wurde auf dem Betriebsgelände das nach der traditionsreichen Eisenbahnfir-ma Linke-Hofmann-Busch genannte Eisenbahnmuseum errichtet, anlässlich der Schenkung eines Salonwagens der Kaiserin Auguste Victoria zum 120-jährigen Firmenjubiläum (1959). Heute gibt es dort zahlreiche Fahrzeuge aller Art zu sehen (Besichtigung).

  • das Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH

Wir  werden  die  einzigartige  Gelegenheit  nutzen,  eines  dermodernsten Hüttenwerke Europas zu besichtigen und dabei den Stahlgießern über die Schulter zu schauen. Die Salzgitter AG Stahl und Technologie zeigt ihren Besuchern den Prozess der Stahlher-stellung von der Erzeugung des Roheisens am Hochofen bis zur Herstellung von Halb- und Fertigprodukten. Wir werden in einer dreistündigen Führung alle Teile des Produktionsprozesses haut-nah erleben und kennenlernen.

  • Wolfenbüttel

Als  Kontrastprogramm  unternehmen  wir  abschließend  einengemeinsamen  Spaziergang  durch  die  historische  Altstadt  vonWolfenbüttel.


Zur Beachtung:

Auch  bei  warmen  Temperaturen  ist  auf  die  vorgeschriebene  Kleiderordnung für die Werksbesichtigungen zu achten (lange Hose, langärmliges Oberteil, feste, geschlossene Schuhe). Personen, die nicht entsprechend gekleidet sind, können an der Werksbesichtigung nicht teilnehmen.