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11. bis 14. Mai: Warschau - Eine Stadt zwischen Königen, Kultur und Kommunismus

11.05.2020

Anreise: Die An- und Abreise erfolgt mit dem Berlin-Warszawa-Express. Die genauen Abfahrtzeiten werden mit Vertragszusendung mitgeteilt.
Exkursionsleitung: Dr. Marc Banditt (Historiker)
Teilnehmerpreis: 595,00 €, EZZ: 126,00 €
Frühbucherpreis (bis 20.1.2020): 575,00 €
Zu beachten: Buchungen nach dem 11. März 2020 können aufgrund der verfügbaren Preiskontingente der Deutschen Bahn zu einem erhöhten Teilnehmerpreis führen.
Leistungen: 3 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte und Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr (Warsaw Pass*)
Teilnehmerzahl: max. 20 Personen
Ankunft: ca. 20.00 Uhr in Potsdam/Berlin
*Der „Warsaw Pass“ gewährt die freie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (Bus, Tram, Metro) für 72 Stunden sowie freien Eintritt zu vielen touristischen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten.

 

 

Polens lebendige Hauptstadt spiegelt mit ihrer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten eindrucksvoll alle Facetten des Landes und seiner turbulenten Historie wider: das Erbe des Königreichs Polen-Litauen, die Fremdherrschaft im 19. Jahrhundert, die Tradition jüdischer Gemeinden, die verheerenden Kriegszerstörungen, die sozialistische Vergangenheit oder den modernen Wandel der noch jungen Dritten Republik. Die mehrtägige Entdeckungstour durch die Metropole an der Weichsel verspricht vielfältige Einblicke – in Kunst und Kultur, in Architektur und Geschichte.

 

1. Tag: Altes Warschau
• Die Warschauer Altstadt
Das historische Zentrum am linken Ufer der Weichsel war am Ende des Zweiten Weltkrieges nahezu komplett zerstört. Die detailgetreu wiederaufgebaute Altstadt um den Schlossplatz gehört seit 1980 zum UNESCO-Welterbe (Führung).
• Das Königsschloss
Die Anlage mit dem markanten Zwiebelturm geht auf das 14. Jahrhundert zurück und wurde seitdem mehrfach umgebaut. Zur prachtvoll rekonstruierten Innenausstattung gehören auch Originalstücke, die vor der Sprengung des Schlosses 1944 ausgelagert worden sind (Führung).
Übernachtung in der Warschauer Innenstadt (3x)

 

2. Tag: Königliches Warschau
• Der Königsweg
Der sogenannte „Königstrakt“ ist die repräsentative Prachtstraße der Stadt, die ausgehend von der 20 m hohen Sigismund-Säule u. a. vom Präsidentenpalast, von der Warschauer Universität, der Kunstakademie sowie von vielen Kirchen und bedeutenden Bürgerhäusern gesäumt wird (Führung).
• Das Nationalmuseum
Vom Königsweg am „Rondo Charles’a de Gaulle’a“ abbiegend eröffnet sich nach wenigen Metern das ab 1926 errichtete Nationalmuseum, das die Bestände des 1862 eröffneten Museums der schönen Künste übernommen hat. Antike Funde, mittelalterliche Altäre und Werke internationaler Künstler vom 15. bis 20. Jahrhundert bilden  den  Grundstock  der  rund  780.000  Werke  umfassenden Sammlung. Zum Bestand gehört schließlich auch das bekannteste Kunstwerk Polens: Jan Matejkos „Schlacht bei Grunwald“ (1878) (Führung).
• Der Łazienki-Park
Die vom letzten Monarchen Polen-Litauens Stanisław II. Poniatowski erworbene und umgestaltete Anlage verbindet französische Gartenkunst mit englischer Landschaftsgestaltung und weist neben dem „Wasserpalast“, der Orangerie und dem Belvedere eine Reihe weiterer Tempel und Denkmäler auf (Führung).


3. Tag: Jüdisches Warschau
• Der Warschauer-Ghetto-Aufstand
Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte in Warschau eine der größten jüdischen Gemeinden Europas. 1943 trieb die grausame Besatzungspolitik des NS-Regimes die im Ghetto noch Überlebenden zum verzweifelten Widerstand, der fast fünf Wochen lang anhielt. Am Denkmal zu Ehren der Aufständischen fand 1970 der berühmte Kniefall Willy Brandts statt (Führung).
• Das Museum der Geschichte der polnischen Juden
Der 2014 fertiggestellte gläserne Bau dokumentiert die jahrhundertealte Historie jüdischen Lebens in Polen. Die interaktive Ausstellung enthält u. a. eine Rekonstruktion des hölzernen Gewölbes der 1942 zerstörten Synagoge in Hwisdez und ermöglicht einen Gang durch die Gassen eines jüdischen Städtchens in der Vorkriegszeit (Führung).
• „Time for Chopin“
Täglich um 18.00 Uhr wird am Schlossplatz ein Piano-Konzert in Andenken an Frédéric Chopin gegeben, der einen Teil seines Lebens in Warschau verbrachte (fakultativer Besuch).


4. Tag: Sozialistisches Warschau
• Das Kommunismus Museum
Das  in  einem  typischen  Gebäude  des  „Zuckerbäckerstils“  der  1950er-Jahre untergebrachte Museum stellt den Alltag im sozialistischen Polen nach – mit all seinen erfindungsreichen Details und Absurditäten (Führung).
• Der Kulturpalast
Das einst so verhasste Geschenk Stalins ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt. Der 237 m hohe Wolkenkratzer im Stil des sozialistischen Klassizismus beherbergt über 3.000 Zimmer, einen Kongresssaal, ein Theater, mehrere Cafés und Restaurants. Die im 30. Stockwerk gelegene Aussichtsterrasse bietet einen faszinierenden Rundblick über die Dächer der polnischen Metropole (Besuch der Aussichtsplattform).