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7. bis 8. Dezember: Jugendstil und Moderne mit Ballettaufführung im vorweihnachtlichen Gera

07.12.2019

Henry van der Velde, Thilo Schoder und Otto Dix
Jugendstil und Moderne mit Ballettaufführung im vorweihnachtlichen  Gera

 

Abfahrt:
8.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
8.15 Uhr ab URANIA Potsdam
8.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Prof. Karin Flegel (Architektin)
Teilnehmerpreis: 261,00 €, EZZ: 28,00 €, zzgl. Theaterkarte: 28,00 €
Frühbucherpreis (bis 16.8.2019): 249,00 €
Leistungen: 1 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte, Ballettbesuch
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 19.30 Uhr in Potsdam/Wannsee

 


Gera,  einst  Fürstentum  Reuß  jüngere  Linie,  entwickelte  sich  im 19. Jahrhundert zu einem wirtschaftlich starken Zentrum für Textilindustrie. Damit einher ging ein Interesse an Architektur und Kunst. Die Exkursion geht den Spuren von Jugendstil und der nachfolgenden Moderne in Bauten und Interieurs nach.


1. Tag: Gera
• Die Salvatorkirche und die Altstadt
Wer vermutet schon reinen Jugendstil in einer Barockkirche von 1720? Mit dem wenig später angefügten Westturm ist sie die bedeutendste Kirche in Gera. Sie wurde mehrfach umgebaut und
erhielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts die erwähnte einmalige Innenausstattung. Der Weg führt weiter durch die Altstadt (Führung).
• Das einstige Hoftheater, heute Theater und Philharmonie Gera
Es wurde 1902 nach Plänen von Heinrich Seeling in einer Mischung aus Neorenaissance und Jugendstil erbaut (Außenbesichtigung).
• Das Otto-Dix-Haus
Otto Dix wurde 1891 als Sohn des Eisenformers Franz und der Näherin Louise Dix in Gera geboren. Damals ahnte niemand, dass er 100 Jahre später zu den bedeutendsten deutschen Künstlern
des 20. Jahrhunderts zählen sollte. 1991 weihte die Vaterstadt das restaurierte und erweiterte Geburtshaus als Museum ein. Seitdem ist hier eine der größten Dix-Sammlungen in öffentlicher Hand beheimatet (Besuch).
Übernachtung in Gera (1x)


2. Tag: Gera
• Thilo Schoder, Schüler von Henry van de Velde
Schoder (1888–1979) gehörte zu den erfolgreichsten Architekten des Neuen Bauens in Thüringen. Die Besichtigungstour zeigt bedeutende Bauten vor 1933. Dass Schoder auch Inneneinrichtungen entwarf, erfährt man unter anderem bei einem Besuch des unter Denkmalschutz stehenden Fabrikgebäudes, das Schoder für die Seidenweberei Schulenburg & Bessler entwarf. Es gehört heute einem Textilunternehmen und beherbergt ein Thilo-Schoder-Zimmer. Mobiliar und Wandbespannungen sind originalgetreu eingerichtet (Stadtrundfahrt mit Ausstiegen).
• Die Villa Schulenburg mit den aktuellen Ausstellungen
Beeindruckend und einzigartig ist das von Henry van de Velde konzipierte Haus Schulenburg, welches zusammen mit dem Garten ein Aufsehen erregendes Gesamtkunstwerk darstellt. Zum Bauhaus-Jahr zeigt es zusätzlich zwei Ausstellungen, die das Leben von van de Velde und seinem Schüler Thilo Schoder beleuchten (Innenbesichtigung).
• „Der Nussknacker“, Aufführung im Theater Gera
Das berühmte Ballett von Peter Tschaikowsky, uraufgeführt 1892 im Mariinski Theater von St. Petersburg, steht in einer leicht abgewandelten Choreografie von Birgit Scherzer auf dem Programm des Nachmittags.