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29. August bis 1. September: Zwischen Weser und Ems - Kulturland Westfalen

29.08.2019

Abfahrt:
7.30 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.45 Uhr ab URANIA Potsdam
8.00 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 535,00 €, EZZ: ca. 75,00 €
Frühbucherpreis (bis 9.5.2019): 495,00 €
Leistungen: 3 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 21.00 Uhr in Potsdam/Wannsee


1. Tag: Anreise über Paderborn
Paderborn hält eine Fülle von Sehenswertem bereit: Vom mittelalterlichen Turm der Stadtmauer vorbei an liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern, bedeutenden Kirchen und der Kaiserpfalz bis zum berühmten Drei-Giebel-Rathaus im Stil der Weserrenaissance ist es nur ein kurzer Weg. Etwas Besonderes sind die rund 200 Paderquellen, die unterhalb des Doms inmitten von Grünanlagen entspringen – die „Borne“ der Pader, die der Stadt ihren Namen gaben (Stadtrundgang).
Übernachtung im Raum Soest (3x)


2. Tag: Soest, Werl und Lippstadt
Obwohl  Soest  im  Herzen  Westfalens  und  nicht  am  Wasser  liegt,  handelt es sich tatsächlich um eine Hansestadt. Schon um das Jahr 1000 pflegten Soester – begünstigt von der zentralen Lage am Hellweg – Beziehungen zu Menschen aus der ganzen Welt. Die Ansicht der Stadt mit ihren Türmen und Mauern, den herausragenden Baudenkmälern aus Grünsandstein, einem fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtwall, romantischen Gassen und schmucken Fachwerkzeilen wirkt noch heute wie auf einem Merian-Stich.
Werl, die einstige Sälzerstadt, wird vor allem von ihrer klerikalen Vergangenheit geprägt. Seit 1661 pilgern Menschen zur „Trösterin der Betrübten“ in die dreischiffige Wallfahrtsbasilika der Franziskaner. Das wertvollste Baudenkmal von Werl ist die Propsteikirche St. Walburga, eine gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert. Mit ihrer reichen Ausstattung wie dem monumentalen Kreuzaltar, dem Dreikönigs-Flügelaltar, dem Erbsälzer- und Rosenkranzaltar, dem reich dekorierten Gerichtsstuhl des Offizialats und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten bietet sie dem Besucher beeindruckende
kunsthistorische Schätze.
Schon vor der eigentlichen Gründung von Lippstadt durch Bernhard II. zur Lippe um 1185 bestand hier eine Kaufmannssiedlung. Bereits in der Gründungszeit der Hanse waren die Lippstädter Bürger am Fernhandel beteiligt. Jahrhundertealtes Fachwerk, idyllische Wasserläufe, verwunschene Friedhöfe, eine einzigartige Lichtpromenade und historische Kneipen – das alles macht das „Venedig Westfalens“ aus.

Programmpunkte:
• Soest und die Hanse (Stadtführung)
• die Sälzerstadt Werl (Führung)
• Bernhard II., Gründer von Lippstadt (geführter Rundgang)


3. Tag: Münster und Telgte
Mörderisches Münster? Da schütteln alteingesessene Münsteraner nur den Kopf. Wie konnte es soweit kommen!? Aber Zahlen lügen nicht: Börne, Thiel, Wilsberg & Co. zählen zu den beliebtesten deutschen TV-Ermittlern. Doch keine Angst: Ein Gang zu den Tatorten ist aber zugleich auch ein Gang durch die Geschichte Münsters.
Vor  den  Toren  von Münster  befindet  sich  ein  architektonisches  Kleinod: das Haus Rüschhaus. Johann Conrad Schlaun errichtete den Landsitz zwischen 1745 und 1749. Von 1826 an war dieser zwanzig Jahre lang Wohn- und Arbeitsstätte der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Die Mischung aus westfälischem Bauernhaus und barockem Herrensitz macht das denkmalgeschützte Haus zu einer architektonischen Besonderheit. Der vorhandenen Gräfteninsel gab der Barockbaumeister eine klar umrissene, gleichmäßige Form. Den Nutz- und Ziergarten legte er – dem damaligen Stil entsprechend – symmetrisch gegliedert an.
Das historische Altstadtbild Telgtes ist weit über die Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannt. Marktplatz, geschichtsträchtige Gebäude, Denkmäler, Gängskes und Pättkes versprühen einen besonderen Charme. Anziehungspunkte im Schatten der Propsteikirche St. Clemens sind die barocke Wallfahrtskapelle und das westfälische Museum für religiöse Kultur.

Programmpunkte:
• Tatort Münster (Führung)
• das  Rüschhaus  –  Entstehungsort  von  Drostes  Erzählung  „Die  Judenbuche“ (Besuch)
• „Das Treffen in Telgte“: Auf den Spuren von Günter Grass’ Erzählung (geführter Rundgang)


4. Tag: Rückfahrt über Lemgo
Lemgo wurde 1190 von den Herren zu Lippe gegründet. Seit 1245 besitzt der Ort die Stadtrechte, war im Spätmittelalter Mitglied der Hanse und trägt daher auch den offiziellen Namen „Alte Hansestadt Lemgo“. Eine schwere wirtschaftliche Krise, ausgelöst vom Dreißigjährigen Krieg, brachte Armut und Elend und ließ Lemgo zu einer unbedeutenden Ackerbürgerstadt absinken. Eines der schönsten Bürgerhäuser, mit einem reich verzierten Renaissancegiebel versehen, ist das Krüwelhaus. Besser bekannt ist dieses Gebäude unter dem Namen „Hexenbürgermeisterhaus“ und erinnert damit an die dunkelste Zeit in Lemgos Geschichte (Stadtführung).