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Auf den Schienen durch die Messestadt: Eisenbahngeschichte in und um Leipzig

13.08.2019

Abfahrt:
7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Eberhard Theurer (Experte für historische Eisenbahnen), Axel Blum
Teilnehmerpreis: 92,00 €
Frühbucherpreis (bis 21.5.2019): 89,00 €
Leistungen: Programm, Eintritte, Bahnfahrten, Sonderfahrt mit der Museumsbahn
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 18.30 Uhr in Potsdam/Wannsee


Leipzig ist eisenbahngeschichtlich ein „uraltes“ Pflaster: Die Eröffnung der ersten Ferneisenbahnstrecke Dresden-Leipzig vor genau 180 Jahren war eine wichtige Zäsur in der Wirtschaftsentwicklung des gesamten deutschen Raumes. Die noch privat finanzierte Eisenbahn stellte Weichen im wahren und übertragenen Sinne für politische Entscheidungen der damalig noch vielen deutschen Staaten und des späteren Deutschen Reiches. Seither hat die Bedeutung Leipzigs als Wirtschafts- und Kulturmetropole mächtig zugenommen, wobei auch der vom 18. Jahrhundert bis in unsere Tage betriebene Braunkohlenabbau im Umland die wirtschaftliche und damit verkehrsgeografische Entwicklung mitbestimmte. Ein paar Momente dieser Entwicklung sollen mit dieser Exkursion vorgestellt werden.

 

Programmpunkte:
• die Kohlebahn Meuselwitz-Regis-Breitingen
Die heute vom „Verein Kohlebahnen e. V.“ betriebene Museumsbahn ist der Rest eines ehemals über 700 km langen Werkbahnnetzes der Braunkohlengruben, Brikettfabriken und Kraftwerke im Revier Borna-Leipzig. Die 15 km lange Strecke mit der ungewöhnlichen Spurweite von 900 mm führt vom thüringischen Meuselwitz in das Schnaudertal und den Kammerforst bis zum sächsischen Regis-Breitingen durch die reizvolle Gegend nordwestlich von Altenburg. Vom Makel einer einst geschundenen Bergbauregion ist nicht mehr viel zu sehen (Sonderfahrt).
• Fahrt mit der S-Bahnlinie 5 von Regis-Breitingen zum Bayerischen Bahnhof
Dieser Streckenabschnitt ist Bestandteil der im Jahr 1842 in Betrieb genommenen Strecke Leipzig-Altenburg, die weiter südwärts über die berühmte Göltzschtalbrücke bis 1851 nach Hof in Bayern verlängert wurde. Nordwärts endete die „Sächsisch-Bayerische Eisenbahn-Compagnie“ im Bayerischen Bahnhof nahe der Leipziger Altstadt (Bahnfahrt).
• der Bayerische Bahnhof
Nach der Eröffnung 1842 galt dieser bis zur Schließung im Jahr 2001 als der älteste in Betrieb befindliche Kopfbahnhof Deutschlands. Die Gleisanlagen wurden im Rahmen der Bauarbeiten für den City-Tunnel-Leipzig vollständig abgebrochen. An ihre Stelle trat eine unterirdische Station, die seit Dezember 2013 befahren wird. Der erhaltene, aber während der Bauphase verschobene Portikus steht unter Denkmalschutz  (Bahnhofsbesichtigung und individuelles
Mittagessen).

• der City-Tunnel-Leipzig
Der City-Tunnel ist ein Projekt zur Umgestaltung des Schienenpersonennahverkehrs im Eisenbahnknoten Leipzig. Kernstück ist eine im Jahr 2013 fertiggestellte zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn, die von Leipzig-Nord zum Bayerischen Bahnhof führt. Sie unterquert die Innenstadt in einem Tunnel, wobei auf der Strecke vier unterirdische Stationen liegen. Die Strecke vom Südportal bis zum Nordportal beträgt 3.187 m, der Seitenast zum Nordwestportal umfasst 458 m. Einschließlich Rampen und Südausfahrt umfasst das Projekt eine Gesamtlänge von 5,3 km (Bahnfahrt).
• der Leipziger Hauptbahnhof
Bis zu den 1850er-Jahren entstanden am damals nördlichen Stadtrand der Dresdner, der Magdeburger und der Thüringer Bahnhof. Abgelegen je etwa 2 km südöstlich davon befanden sich der Bayerische und der Eilenburger Bahnhof. Eine Zentralisierung wurde erforderlich und nach zahlreichen Variantenuntersuchungen wurde der Bau des zeitweise größten Kopfbahnhofes der Welt mit je einem Teil für die sächsische und für die preußische Staatsbahn beschlossen und nach sechsjähriger Bauzeit am 4. Dezember 1915 fertiggestellt (Führung).