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Iriszüchtungen und Schrebergartenidylle in Leipzig

04.06.2019

Abfahrt:
7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Konrad Näser (Staudenzüchter), Christa Schmidt
Teilnehmerpreis: 66,00 €
Frühbucherpreis (bis 12.3.2019): 63,00 €
Leistungen: Programm, Eintritte, Mittagessen
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 19.00 Uhr in Potsdam/Wannsee


Die Kleingartenbewegung nahm 1814 in Kappeln an der Schlei (Schleswig-Holstein) ihren Ausgangspunkt. 1864 kam es in Leipzig durch den Schuldirektor Hauschild zur Gründung des ersten „Schrebervereins“, benannt nach dem Leipziger Arzt Dr. Moritz Schreber, der die Betätigung in der freien Natur als gesundheitsfördernd ansah. Die Sehnsucht nach einem kleinen, grünen Refugium wuchs und die Erzeugnisse waren eine Bereicherung des oft kärglichen Speiseplans – besonders nach den Kriegen. Kleingärten sollten der Erholung in der Natur dienen und Stadtbewohnern nach dem Vorbild alter Bauerngärten den Anbau von Obst und Gemüse ermöglichen. Heute findet man in diesen Gärten aber auch Zierpflanzen und Rasenflächen.
„In Leipzig bilden 278 Kleingartenanlagen mit über 39.000 Parzellen auf einer Fläche von ca. 1.240 ha einen bedeutenden Bestandteil (30 %) der grünen Lunge.“
Schwertlilien gehören zu den vielfältigsten Stauden im Garten. Botanisch ist die Gattung nach Iris, der griechischen Göttin des Regenbogens, benannt. 2016 wurde die Iris zur „Staude des Jahres“ gekürt. Züchtern hat es vor allem die Bart-Iris (Iris barbata) mit ihren zahlreichen Kreuzungen und Sorten angetan. Weiße, gelbe, orange, blaue, rosa, rote und sogar nahezu schwarze sowie mehrfarbige Formen, die in verschiedenen Höhen von etwa 15 bis 110 cm wachsen. Als Speicherorgane besitzen sie Rhizome oder Knollen. Taglilien sind ausdauernde krautige Pflanzen, deren Einzelblüten nur einen einzigen Tag blühen und daher ihren Namen erhalten haben. Sie wachsen häufig in Horsten. Die Wurzeln sind faserig oder fleischig und zusammenlaufend, an den Enden bilden sich jedoch Verdickungen, aus denen Rhizome auswachsen. Die Farbpalette ist vielfältig.

 

Programmpunkte:
• die Anlage des Kleingartenvereins Markranstädt „Ost“ (Führung)
• die Iris- und Taglilienzüchter Manfred Beer und Margitta Herrn
In Markranstädt am Rand von Leipzig begann Herr Beer, ein Seiteneinsteiger, schon um 1980 in einem Kleingarten mit der Züchtung neuer Sorten der Hohen Bartiris. Er konnte damit internationale Erfolge erzielen. Später kam von seiner Partnerin noch die Taglilienzüchtung dazu, mit der beide internationale Anerkennung erlangten (Führung).
• das Deutsche Kleingärtnermuseum
An historischer Stelle, im Vereinshaus der denkmalgeschützten Gartenanlage „Dr. Schreber“, wird in einer Ausstellung die fast 200-jährige Geschichte der deutschen Kleingärtnerbewegung nachgezeichnet (Führung).