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21. bis 24. März 2019: Künstler und Literaten zwischen Rhein und Weser

21.03.2019

Die Künstlerdörfer Willingshausen und Kronberg
 

Abfahrt:
7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 535,00 €, EZZ: ca. 75,00 €
Frühbucherpreis (bis 29.11.2018): 495,00 €
Leistungen: 3 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 21.00 Uhr in Potsdam/Wannsee


Denkt man an Hessen, fallen einem zuerst Kassel und die documenta ein, die als weltweit größte und renommierteste
Ausstellung zeitgenössischer Kunst alle fünf Jahre unzählige Besucher anzieht. Hessen ist aber auch das deutsche Literaturland. Mit Goethe, Büchner
und Grimmelshausen stammen einige der größten deutschen Autoren aus Hessen.  
Hier war die Familie Brentano zuhause, hier schwärmten die Dichter und Denker für die malerische Landschaft am Rhein.


1. Tag: Anreise über Kassel
Ihre Kasseler Zeit beschrieben die Gebrüder Grimm als die „arbeitsamste und vielleicht die fruchtbarste Zeit“ ihres Lebens. Nicht nur die Kinder- und Hausmärchen wurden hier von Jacob und Wilhelm Grimm zusammengetragen, auch zahlreiche weitere Werke mit weltweiter Wirkung wie zum Beispiel die Deutsche Grammatik und das Deutsche Wörterbuch haben von Kassel aus ihren Weg und ihre weltweite Wirkung begonnen (Stadtführung).
Übernachtung im Taunus (3x)


2. Tag: Willingshausen und Bad Wildungen
Vom 19. bis in das 20. Jahrhundert hinein existierte in Willingshausen eine der ältesten Malerkolonien Europas. Als erste Künstler kamen Gerhardt von Reutern und Ludwig Emil Grimm, die als Gäste der Familie von Schwertzell in deren Schloss lebten. Seit den 1830er-Jahren reisten weitere Maler aus deutschen Kunstzentren (Düsseldorf, Frankfurt/Main, Kassel, Dresden) nach Willingshausen, um in der ländlichen Umgebung Motive für ihre Bilder zu finden. Zu den bekanntesten gehören Ludwig Knaus, Adolf Lins, Wilhelm Thielmann und Carl Bantzer (Rundgang mit Besuch der Kunsthalle Willingshausen).
Die malerische Fachwerk-Altstadt von Bad Wildungen ist geprägt von engen, mittelalterlichen Gässchen, trutzigen Stadtmauern, stattlichen Fachwerkfassaden mit kunstvollen Schnitzereien und aufwändig verzierten Haustüren. Unbestrittener Höhepunkt ist die mächtige gotische Stadtkirche mit barocken Grabdenkmälern und einem einzigartigen Kunstschatz: dem berühmten Flügelaltar des Conrad von Soest aus dem Jahre 1403 (Führung und Besichtigung).


3. Tag: Kronberg und Bad Soden
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten Maler des Städelschen Kunstinstitutes den Ort Kronberg und gründeten hier eine Malerkolonie. Insgesamt 60 Künstler arbeiteten über die Jahre hinweg in der Malerkolonie, darunter so bekannte Namen wie Wilhelm Trübner, Jakob Fürchtegott Dielmann, Hans Thoma oder Carl Morgenstern. Sie alle fanden hier das „unverfälschte Landleben“. In der Folge entwickelten sich Kronberg und die angrenzenden Ortschaften zu einem Refugium von Aristokraten für Unternehmer (Führung mit Museumsbesuch).
Für das einstige Reichsdorf Soden waren lange Zeit die Salzquellen zur Salzgewinnung von Bedeutung. Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich dann der Kurbetrieb, der Soden 1922 den Titel „Bad“ eintrug. Der Kur- und Badebetrieb erlebte seine Blütezeit im 19. Jahrhundert, als viele namhafte Persönlichkeiten den Kurort aufsuchten, unter anderem die Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und Peter Tschaikowski sowie berühmte Schriftsteller wie Iwan Turgenjew oder Leo Tolstoi, der Soden namentlich in seinen Roman „Anna Karenina“ einfließen ließ (Stadtführung).


4. Tag: Rückfahrt über Marburg
Clemens und Bettine Brentano, Achim von Arnim, Sophie Mereau, Karoline von Günderode, die Gebrüder Grimm – samt und sonders klangvolle Namen der Literaturgeschichte. Sie alle und weitere Romantiker fanden um 1800 ihren Weg in die Universitätsstadt Marburg und hinterließen hier ihre Spuren. Einer ihrer Treffpunkte war das Haus des mit 24 Jahren zum Professor berufenen Friedrich Carl von Savigny (Altstadtführung).