Teilen auf Facebook   Link verschicken   Drucken
 

24. bis 28. Februar: Innsbruck, Hauptstadt von Tirol

24.02.2019

Abfahrt:
7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 699,00 €, EZZ: 80,00 €
Frühbucherpreis (bis 4.11.2018): 669,00 €
Leistungen: 4 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 21.00 Uhr in Potsdam/Wannsee


1. Tag: Anreise über Mittenwald
Der oberbayerische, in 920 m Höhe gelegene Geigenbau- und Luftkurort Mittenwald geht auf eine im Scharnitzwald gelegene Rodungssiedlung zurück und wurde erstmals 1096 als „in media silva“ erwähnt. 1305 wurde ihm das Marktrecht verliehen. Mitten im Ort ragt die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul mit ihrem barocken Kirchturm empor. Nebenan locken die mit Lüftlmalereien verzierten Hausfassaden die Besucher an. Südlich von Mittenwald trifft Bayern auf Tirol. So wurde der Ort vor Jahrhunderten zum Handelstor Richtung Süden. Diese Blütezeit erwecken die Mittenwalder als „Bozner
Markt“ alle fünf Jahre zu neuem Leben (Führung).
Übernachtung in Kufstein (4x)


2. Tag: Innsbrucks historische Altstadt und die „gedechtnus“ Kaiser Maximilians I.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innsbrucker Altstadt gehören neben den spätgotischen Stadthäusern u.a. das aus dem 15. Jahrhundert stammende Wahrzeichen der Stadt, das Goldene Dachl, die in den Jahren 1553 bis 1563 als Aufstellungsort für das Grabmal Kaiser Maximilians I. erbaute Hofkirche mit der Silbernen Kapelle, der Dom zu St. Jakob und schließlich die von den Habsburgern errichtete Kaiserliche Hofburg mit ihren Prunkräumen (geführter Stadtrundgang mit Besichtigungen).


3. Tag: Auf dem Maximilians-Pfad in das Tiroler Unterland – Hall, Schwaz, Kufstein
Zehn Kilometer östlich von Innsbruck liegt das 700 Jahre alte Hall. Reiche Salzvorkommen ließen die Stadt schon im 13. Jahrhundert aufblühen. Als im 15. Jahrhundert die landesfürstliche Münze von Meran nach Hall verlegt wurde, nahm die Bedeutung des Ortes weiter zu. Im Jahre 1486 wurde in Hall der erste Taler der Welt geprägt. Im Zentrum der Altstadt befindet sich einer der schönsten Plätze Österreichs, der Obere Stadtplatz. Besonders sehenswert sind die spätgotische Pfarrkirche St. Nikolaus, das Rathaus, die Magdalenenkapelle sowie die Burg Hasegg mit dem Münzmuseum (Führung).
Die Silberstadt Schwaz liegt am Fuße des 2.344 m hohen Kellerjochs. Architektonischer Höhepunkt des Ortes ist die 1460 erbaute und 1502 erweiterte Pfarrkirche Schwaz-Maria Himmelfahrt, die größte Hallenkirche Tirols (Besichtigung).
Im Jahre 1205 als Besitz des bayerischen Herzogs Ludwig und des Bischofs von Regensburg erstmals urkundlich erwähnt, befand sich die Festung Kufstein als Schauplatz vieler kriegerischer Auseinandersetzungen häufig im Brennpunkt der Geschichte und war heiß umkämpftes Objekt zwischen Bayern und Tirol. Erst 1814 kam Tirol wieder unter österreichische Herrschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg verkaufte die Republik Österreich die Festung, die von der Stadt Kufstein erworben wurde und sich seit 1924 in ihrem Besitz befindet (Besichtigung).


4. Tag: Renaissance in Tirol
Auf einem Felsen über dem vom Inn geschaffenen Talboden liegt das bereits im 10. Jahrhundert beurkundete Schloss Ambras. Lange bevor Innsbruck zur Stadt erhoben wurde, hatte es im Hochmittelalter überregionale Bedeutung als Sitz der ursprünglich in Oberbayern begüterten Grafen aus dem Hause Andechs erreicht. Auf dem Erbweg ging die Burg von den Andechsern in den Besitz der Tiroler Landesfürsten über. Von der ursprünglichen Burg, die 1133 zerstört wurde, ist nichts mehr erhalten, der mittelalterliche Bestand lässt sich nur noch an der Bausubstanz des Hochschlosses ablesen. Von herausragender kunsthistorischer Bedeutung sind die im Schloss befindliche Kunst- und Wunderkammer, der Spanische Saal oder auch die Rüstkammern (Besichtigung).
Am  Bergisel  befindet  sich  das  Museum  „Tirol  Panorama“,  das  eines der größten Kunstwerke Tirols beherbergt: Das aus dem Jahre 1896 stammende, von dem Münchner Maler Michael Zeno Diemer (1867–1939) unter Aufsicht des Historienmalers Franz von Defregger (1835–1921) in nur drei Monaten fertiggestellte Riesenrundgemälde zeigt auf knapp 1.000 m2 Fläche in atemberaubender 360-Grad-Sicht eine  Stadtansicht  von  Innsbruck  mit  Szenen  aus der 3. Bergisel-Schlacht vom 13. August 1809. Das Museumsensemble befindet sich in Laufnähe zu der von Zaha Hadid entworfenen modernsten Sprungschanze Europas. Dieser Ort ist ein beliebtes Ausflugsziel mit einem fantastischen Panoramablick über die Landeshauptstadt und auf die Nordkette (Besichtigung und geführter Rundgang).


5. Tag: Rückfahrt über Stift Stams
Schon von Weitem sieht man die zwei markanten Zwiebeltürme des Zisterzienserklosters Stift Stams. Gegründet wurde das Kloster 1273 unter Graf Meinhard II. von Görz-Tirol. Zwischen 1650 und 1750 wurde die Stiftskirche vom romanischen auf den barocken Baustil umgebaut. Aus dieser Phase stammen auch die beiden Türme. Prunkvolle Räume, schöne Deckenfresken, Stuckaturen und schmiedeeiserne Gitter prägen das Innere des Klosters. Zu den Prachtstücken zählen der Bernardisaal, die Heilig-Blutkapelle und die „Prälatenstiege“ (Führung).