Kirche, Kohle und Kultur - Gräfenhainichen und FERROPOLIS, die Stadt aus Eisen

12.03.2020

Abfahrt:
7.30 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.45 Uhr ab URANIA Potsdam
8.00 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 73,00 €
Frühbucherpreis (bis 19.12.2019): 68,00 €
Leistungen: Programm, Eintritte, Mittagessen
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 19.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 


Gräfenhainichen, am Rand der Dübener Heide gelegen, ist der Geburtsort von Paul Gerhardt, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenliederdichter. Bis zum Beginn der Industrialisierung war der Ort ein beschauliches, 1285 gegründetes mittelalterliches Heidestädtchen. Im Dreißigjährigen Krieg schwer zerstört, konnte die Stadt sich mühsam wieder erneuern. Trotz der Verheerungen im 17. Jahrhundert blieb die städtebauliche Struktur der Stadt erhalten: Die in ost-westlicher Richtung verlaufenden Handelswege und ihre „leiterförmig“ dazwischen aufgespannte Straßen- und Platzstruktur sind noch heute prägend.
Es begann mit einer Spitzhacke und einer gehörigen Portion Pioniergeist. Fest steht, dass das Gebiet um das heutige FERROPOLIS schon immer ein Eldorado für Entdecker war. Reformation und Moderne, Aufklärung und Industrie prägten die Region. Ging es im nahe Gräfenhainichen gelegenen Tagebau Golpa-Nord einst um die Jagd nach dem schwarzen Gold, entstand nach Beendigung des Braunkohleabbaus sukzessive das heutige FERROPOLIS, die „Stadt aus Eisen“. Auf einer Halbinsel in einem gefluteten ehemaligen Braunkohletagebau erwarten den Besucher monströse Stahlskelette des Braunkohlezeitalters – Relikte einer vergangenen Zeit.


Programmpunkte:
• Gräfenhainichen, einst und jetzt (Führung)
• die Paul-Gerhardt-Kapelle (Besuch)
• Ferropolis: Denkmal des Industriezeitalters (Führung)

 
Ferropolis, Foto: Rmollik
Ferropolis, Foto: Rmollik