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15. bis 22. September 2019: Kirchen, Gold und Burgen - Das Zipser Land in der östlichen Slowakei

15.09.2019

Abfahrt:
6.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
6.45 Uhr ab URANIA Potsdam
7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
Exkursionsleitung: Dr. Dieter Rauchfuß (Historiker)
Teilnehmerpreis: 1.155,00 €, EZZ: ca. 120,00 €
Frühbucherpreis (bis 26.5.2019): 1.095,00 €
Leistungen: 7 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 21.00 Uhr in Potsdam/Wannsee


Die Zips, eine jahrhundertealte deutsche Sprachinsel in der Ostslowakei, bietet eindrucksvolle kulturelle Schätze in Burgen, Schlössern und Kirchen. Die Bergbaustädte in der mittleren Slowakei rund um Neusohl/Banská Bystrica dokumentieren auch heute noch den Reichtum dieser auch landschaftlich schönen Region. Zum kulturellen Erbe gehören aber auch die damaligen religiösen Konflikte zwischen dem katholischen Habsburg und evangelischen Teilen der Siebenbürger und ungarischen Adelsgeschlechter.


1. Tag: Von Potsdam nach Oberschlesien
Übernachtung im Raum Bielitz/Bielsko-Biała (1x)


2. Tag: Von Käsmark/Kežmarok nach Leutschau/Levoča
Nach Überqueren der Tatra erreichen wir Käsmark/Kežmarok, eine königliche Freistadt Oberungarns, in der die Zipser Sachsen siedelten. Die weitgehend protestantischen Einwohner und ihr „Fürstengeschlecht“, die Thökoly, wandten sich gegen die Zwangskatholisierung und erhielten letztlich die Erlaubnis zum Bau einer einzigartigen „Artikularkirche“, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Die Lyzeumsbibliothek mit ihren 150.000 Bänden zeugt von der großen kulturellen Bedeutung der Stadt, die Stadtburg von der strategischen. In Georgenberg/Spišská Sobota im nahen Poprad lohnt sich ein Gang durch die Ortsmitte und ein Blick in die Georgskirche. Von dort geht es nach Leutschau/Levoča.
Übernachtung in Leutschau/Levoča (2x)


3. Tag: Rund um Zipser Burg und Zipser Kapitelort
Der Aufstieg zur Zipser Burg/Spišský hrad führt zu einer der größten Burganlagen Mitteleuropas mit fünf Burghöfen. Auch wenn nur Teile der Oberburg erhalten sind, beeindruckt deren Monumentalität. Von der Burg zum geistlichen Zentrum der Zipser Deutschen, Zipser Kapitelort/Spišská Kapitula, sind es nur wenige Minuten. Rings um die frühromanische Martinskathedrale bildete sich eine kirchliche Miniaturstadt. Unweit davon kann im Dorf Schigra/Žehra eine UNESCO-Wehrkirche mit ihren Wandmalereien besichtigt werden. Ein Rundgang durch Zipser Neudorf/Spišská Nová Ves schließt sich an. In Leutschau/Levoča beschließen eine Stadtführung und eine Besichtigung der Jakobskirche und des Rathauses den Tag. Besonders die Häuser des Stadtplatzes illustrieren die ehemalige wirtschaftliche Kraft des Ortes.


4. Tag: Von Bartfeld/Bardejov über Herbertsdorf/Hervartov nach Kaschau/Košice
Entlang der trutzigen Befestigungen der freien Königsstadt Bartfeld/Bardejov geht der Weg zu Marktplatz und Rathaus. Die Altäre der Ägidius-Kathedrale spiegeln die Bedeutung von Stadt und Kirche. Überwältigend ist die UNESCO-Welterbekirche des hl. Franz von Assisi im nahen Herbertsdorf/Hervartov mit ihren Wandbemalungen und ihrem Holzschindeldach. Sie ist eine der bemerkenswertesten Holzkirchen der Slowakei. Der Weg führt dann in den Hauptort der Ostslowakei, nach Kaschau/Košice. Die Führung durch die Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2013 hat den Marktplatz mit der Elisabethkirche und die anliegende Synagoge zum Hauptziel. Das Staatstheater, die Musikwasserspiele und das Alte Rathaus schmücken zusätzlich den Platz.
Übernachtung in Kaschau/Košice (1x)


5. Tag: Vom Kloster Jossau/Jasov nach Neusohl/Banská Bystrica
An diesem Tag wird die Geschichte und die Situation der Roma thematisiert. Im Prämonstratenserkloster in Jossau/Jasov blenden uns die spätbarocke Bilderpracht und die üppigen Stuckarbeiten des um 1740 im Stil des österreichischen Barocks erbauten Komplexes. Im benachbarten Metzenseifen/Medzev erhoffen wir uns ein Gespräch über die Situation der noch im Lande lebenden Deutschen und die Anstrengungen zur Lösung der Romafrage. Auf der Fahrt nach Neusohl/Banská Bytrica erleben wir die landschaftliche Schönheit der Mittelslowakei. Kupfer- und Silbererzfunde lockten viele Menschen, vor allem aus Sachsen und Thüringen, in die Slowakei, wo Unternehmerdynastien wie die Thurzo oder die Fugger zeitweilig ein Kupfermonopol innehatten. Ablesbar ist dies heute noch am Thurzo-Haus in Banská Bystrica.
Übernachtung in Neusohl/Banská Bystrica (2x)


6. Tag: Das kupferne Neusohl/Banská Bystrica
Mit einer Stadtführung in Banská Bystrica werden der Marktplatz, das Stadtschloss, die Stadtburg und die Jesuitenkirche erkundet. Der Ort wurde mit dem Kupferabbau reich, „das goldene Kremnitz“ mit dem Goldbergbau. Die auch heute noch prägende, von uns zu besichtigende Münze in Kremnitz/Kremnica erinnert an die Zeit der größten Goldproduktion im Königreich Ungarn. Auf dem Rundgang zum Stadtplatz mit der barocken Pestsäule; der gotischen Katharinenkirche und der Stadtburg erleben wir das goldene Mittelalter. Eine Besichtigung des Andreasstollens führt in die Bergbauzeit zurück.


7. Tag: Das silberne Schemnitz/Banská Štiavnica
Von Banská Bystrica führt der Weg über Altsohl/Zvolen nach Schemnitz/Banská Štiavnica. In Zvolen beeindruckt das neue Schloss, das heute Sammlungen des Slowakischen Nationalmuseums aufnimmt und zwischen 1370 und 1382 vom ungarischen König als Jagdschloss im Stil eines italienischen Stadtpalastes errichtet worden war. Schemnitz/Banská Štiavnica erhielt sich sein historisches Stadtbild; unterhalb des Stadtschlosses stehen am Dreifaltigkeitsplatz repräsentative Bürgerhäuser, die Heiligen-Dreifaltigkeits-Säule, die Katharinenkirche und das Rathaus.
Übernachtung im Raum Ratibor/Racibórz (1x)


8. Tag: Rückfahrt

 
 

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