2. bis 4. Oktober 2026: Backstein, Eisenbahn und Schiff zwischen Lüneburger Heide und Elbtalaue

02.​10.​2026

Landschaften und Kultur in Niedersachsen

 

Abfahrt: 
7.15 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.30 Uhr ab Busparkplatz Bassinplatz
7.45 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Eberhard Theurer (Experte für historische Eisenbahnen), Axel Blum
Teilnehmerpreis: 645,00 €, EZZ: 50,00 €
Leistungen: 2 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte, Bahnfahrten
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 20.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

Die Lüneburger Heide ist eine überwiegend flachwellige Heide-, Geest- und Waldlandschaft im Nordosten Niedersachsens. Die Heidelandschaften sind seit der Jungsteinzeit durch Überweidung der ehemals weitverbreiteten Wälder auf unfruchtbaren Sandböden entstanden. Noch um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert wurden die kargen und fast baumlosen Heideflächen als lebensfeindlich und bedrohlich wahrgenommen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts fanden sich erstmals durch die Romantik inspirierte positive Beschreibungen der Lüneburger Heide. Im Schatten der Industriellen Revolution gewann die „unberührte Natur“ als Kontrast zu den sich entwickelnden Großstädten nachhaltig an Bedeutung.
Wie in anderen felsenlosen Gebieten Norddeutschlands erfreute sich ab dem 13. Jahrhundert der Backstein als heimischer Baustoff umfangreicher Verwendung bei Kirchen und repräsentativen Bauten, die noch heute das Gesicht der Ortschaften bestimmen. In der Lüneburger Heide haben sich sechs mittelalterliche Frauenklöster (Heideklöster bzw. Lüneklöster) erhalten, die nach der Reformation in evangelische Damenstifte umgewandelt wurden. Im 19. Jahrhundert wurden zur Ver- und Entsorgung umfangreiche Eisenbahnen und Kanäle errichtet, die heute teilweise nur noch museal genutzt werden.

 

1. Tag: Von der Havel zur Mittleren Unteren Elbe und Lüneburger Heide
· Lauenburg mit Altstadt und Elbschiffahrtsmuseum (Besichtigung)
· Die 1864 eröffnete Eisenbahn Lauenburg–Lüneburg (Bahnfahrt)
· Stadtrundgang in Lüneburg
· Die 1864 als Teil der Verbindung Hamburg–Lehrte eröffnete Eisenbahn Lüneburg–Uelzen (Bahnfahrt mit Umstieg im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen)
· Die als Teil der "Amerika-Linie 1873 eröffnete Eisenbahn von Uelzen nach Münster (Bahnfahrt)
Übernachtung im Raum Lüneburg (2x)

 

2. Tag: Bahnen und Bauten in der Lüneburger Heide
· Das Heidestädtchen Nispingen mit „Olle Kerk“ und „Verkehrtem Haus“ (Besichtigung)
· Spaziergang zum „Fürstengrab“ aus der Jungsteinzeit mit Aussichtsterrasse und Blick in die Heidelandschaft (2 x 1,6 km)
· Eisenbahn zwischen Wintermoor und Walsrode als Teilstück der 1847 von der Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen eröffneten Strecke Celle–Harburg (Bahnfahrt)
· Die auf 600 mm Spurweite als Museumsbahn betriebene Böhmetalbahn von Vorwalsrode nach Altenboizen (Bahnfahrt)
· Das Kloster Walsrode (Besichtigung)

 

3. Tag: Quer und längs der Mittleren Unteren Elbe
· Das 1975 eröffnete große Schiffshebewerk Scharnebeck (bei Lüneburg) gehört zur nördlichen der beiden Kanalstufen der Bundeswasserstraße Elbe-Seitenkanal (Besichtigung)
· Die Bleckeder Kleinbahn GmbH eröffnete ihre 24 km lange, auch Geestrandbahn genannte Strecke von Lüneburg nach Bleckede im Februar 1919. Diese normalspurige Strecke wird heute als Museumsbahn betrieben (Bahnfahrt).
· Mit dem seit dem Jahr 1900 in Betrieb befindlichen Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ elbabwärts von Bleckede nach Lauenburg (Schiffsfahrt)

 
Lüneburg, Foto: JoachimKohler-HB via WikimediaCommons
Lüneburg, Foto: JoachimKohler-HB via WikimediaCommons

 

Veranstalter

Urania-Verein

Gutenbergstr. 71 - 72
14467 Potsdam

(0331) 29 17 41

E-Mail:
www.urania-potsdam.de

Öffnungszeiten:
Mo 10.00 - 18.00
Di 10.00 - 18.00
Mi 10.00 - 13.00
Do 10.00 - 18.00
Fr 10.00 - 13.00