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17.-20. Juli 2018: Künstlerkolonien in Deutschland: Worpswede – Künstlerdorf im Teufelsmoor; Kunst- und kulturhistorische Exkursion

17.07.2018

Abfahrt: 7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 565,00 Euro, EZZ: 75,00 Euro
Frühbucherpreis (bis 27.3.2018): 535,00 Euro
Leistungen: 3 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 21.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

Zur Beachtung: Für die Moorwanderung ist festes Schuhwerk angebracht.


1. Tag: Hugo Körtzinger in Schnega
Der Künstler Hugo Körtzinger war eine facettenreiche Persönlichkeit. In seiner Jugend ein begeisterter Segler erlernte er das Orgelspiel, studierte Malerei und Bildhauerei an der Weimarer Kunstschule, hörte Vorlesungen in Medizin und Literatur. Als  Kürassier zog er in den Krieg, als Maler heuerte er auf Kreuzfahrtschiffen an.

 

Orgel mit 54 Registern und weit über 2.000 Pfeifen

Im März 1933 lernte er Hermann Reemtsma kennen, wurde dessen Kunstberater und stellte den Kontakt zu Ernst Barlach her. Mit Reemtsmas Hilfe konnte Körtzinger 1936/37 in Schnega ein großes Werkstattgebäude errichten. Dort realisierte er seinen Traum: eine eigene Orgel mit 54 Registern und weit über 2.000 Pfeifen. Nach Körtzingers Tod konnte das einzigartige Ensemble von seinen Nachkommen und mit der Förderung der Hermann-Reemtsma-Stiftung denkmalgerecht restauriert werden.

 

Programmpunkt:

  • das Atelierhaus von Hugo Körtzinger (Führung).

 

Übernachtung in Zeven (3x)

 

2. Tag: Künstlerkolonie Worpswede
Künstler wie Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler, Fritz Overbeck, Hans am Ende sowie Fritz Mackensen ließen sich vor über 100 Jahren in Worpswede nieder. Damals wie heute ist das einstige Bauerndorf ein Ort der  Inspiration. das einstige Bauerndorf ein Ort der Inspiration.
 

Programmpunkte:

  • Worpswede gestern und heute
    Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlerkolonien ist Worpswede als ein Ort der Kunst lebendig geblieben. So wird in den Museen, Galerien und Kunststiftungen nicht nur das kulturelle Erbe präsentiert, sondern im Ort leben derzeit auch mehr als 130 Künstler und Kunsthandwerker, hinzu kommen internationale Gastkünstler. Das Ortsbild ist gekennzeichnet durch eine weitläufige eingeschossige Bebauung mit vielen Grünflächen, mit alten Eichen, Buchen und Linden. Auf einem Rundgang, der die wichtigsten und schönsten  Sehenswürdigkeiten streift, erschließt sich die Entwicklung des Ortes vom Bauerndorf zur Künstlerkolonie (geführter Rundgang).
  • Ein Schriftsteller unter Malern
    Im Mai 1901 zog Rainer Maria Rilke mit seiner Ehefrau, der Bildhauerin Clara Westhoff, ins benachbarte Westerwede. Als Gast auf dem Worpsweder Barkenhoff fand Rilke unter Gleichgesinnten Anerkennung und Anregung für sein künstlerisches Schaffen. Rastlos wie immer, aufgewühlt und heimatlos vor allem seit seiner Rückkehr aus Russland und dem aufreibenden Lösungsversuch von der verheirateten Lou Andreas-Salomé, die ihm Geliebte, Muse und Mutter zugleich war, schien er fest entschlossen, es in Worpswede mit dem Wurzelschlagen zu versuchen … (Besuch).

 

3. Tag: Worpswede und Fischerhude
Die Landschaft um Worpswede ist durch weite, ebene Wiesen und
Felder sowie Flussläufe, Kanäle, Gräben und Bäche geprägt. An verschiedenen Stellen vermitteln ausgedehnte Naturschutzgebiete noch einen Eindruck von der ursprünglichen Moorlandschaft mit ihren typischen, heute bestandsgefährdeten Pflanzen- und Tiergemeinschaften.


Programmpunkte:

  • Eine begleitete landschaftsökologische und naturgeschichtliche Wanderung führt durch besonders geschützte Restflächen des urwüchsigen Teufelsmoores, das einst Norddeutschlands größte besiedelte Moorregion war.
  • Das Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude, 1974 ursprünglich als Gedenkstätte geplant, hat sich über ein Nachlassmuseum im herkömmlichen Verständnis  hinausentwickelt. In der ständigen Ausstellung wird vor allem der Werdegang von der Jugend-/Akademiezeit Modersohns bis zur Reife seines Spätwerks nachvollziehbar (Besuch).

 

4. Tag: Die Kunsthalle Bremen und das Paula Modersohn-Becker Museum
Unweit des Bremer Marktplatzes steht die 1849 eröffnete Kunsthalle Bremen. Mit ihrer Sammlung spannt die Kunsthalle einen Bogen vom 14. Jahrhundert bis heute. Im Juni 1927 öffnete das Bremer Paula Modersohn-Becker Museum, das weltweit erste Museum für eine Malerin, seine Pforten. Es präsentiert  Meisterwerke seiner Namensgeberin und gilt zugleich als Hauptwerk expressionistischer Architektur in Deutschland. Beauftragt wurde das Gebäude vom Kaffee HAG-Kaufmann und Mäzen Ludwig Roselius, entworfen und gebaut hat es der Bildhauer Bernhard Hoetger.

 

Programmpunkte:

  • Werke der Worpsweder Künstlerkolonie in der Bremer Kunsthalle (Führung)
  • das Paula Modersohn-Becker Museum in der Bremer Böttcherstraße

(Führung)

 
 

Veranstalter

Urania-Verein

Gutenbergstr. 71 - 72
14467 Potsdam

Telefon (0331) 29 17 41
Telefax (0331) 29 36 83

E-Mail E-Mail:
www.urania-potsdam.de

Öffnungszeiten:
Mo 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Di 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Mi 9.00 - 13.00
Do 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Fr 9.00 - 13.00