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Klassizismus und Lithografie im Ruppiner Land: Die Fontanestadt Neuruppin

07.06.2018

Abfahrt: 8.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
8.15 Uhr ab URANIA Potsdam
8.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Marc Banditt (Historiker)
Teilnehmerpreis: 72,00 Euro
Leistungen: Programm, Mittagessen, Führungen, Eintritte
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 19.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

Am 26. August 1787 suchte ein verheerender Flächenbrand Neuruppin heim und zerstörte nicht weniger als 401 Bürgerhäuser, 159 Neben- und Hintergebäude, 228 Ställe, 38 Scheunen sowie das Rathaus, die Pfarrkirche St. Marien, das Gebäude der reformierten Kirche und das Prinzenpalais. Unter der Leitung von Bernhard Mattias Brasch erfolgte in den Jahren 1788 bis 1803 der umfassende Wiederaufbau – auch weil König Friedrich Wilhelm II. dafür tief in die Staatskasse gegriffen hatte. Als Ergebnis entstand eine Stadtanlage, die mit stattlichen Plätzen, axial angelegten Wegen und gleichmäßig ausgerichteten Häusern gesäumt war, ein Musterbeispiel frühklassizistischer Baukunst.

 

Bekanntester Sohn Neuruppins neben Schinkel
In dieser „preußischsten aller preußischen Städte“ wuchs Theodor
Fontane auf, neben Karl Friedrich Schinkel der bekannteste Sohn
Neuruppins. Über die Grenzen Brandenburgs hinaus berühmt wurde der Ort aber auch aufgrund der Herstellung der vor allem im
19. Jahrhundert kursierenden Bilderbögen. Der lokale Buchdrucker
Gustav Kühn (1794–1868) leitete das 1822 von seinem Vater übernommene Unternehmen fast 40 Jahre lang.

 

Zentrum der Produktion für Bilderbögen

Bereits 1825 führte er die kommerzielle Lithografie ein, eines der am meisten angewandten Druckverfahren des vorletzten Jahrhunderts. Mit künstlerischem Geschick, kaufmännischer Begabung und dem Gespür für gefragte Motive machte Kühn Neuruppin zu einem Zentrum der Produktion für Bilderbögen. Die Stadt besitzt heute die deutschlandweit größte Sammlung der damals populären Druckgrafiken.

 

Programmpunkte:

  • das Museum Neuruppin, in dem u. a. die Historie und die Vielfalt der Bilderbogenproduktion dargestellt wird (Führung)
  • das klassizistische Neuruppin mit seinen bedeutendsten Sehenswürdigkeiten (Stadtführung)
  • der Tempelgarten, ehemals im Besitz des Kronprinzen Friedrich
  • die Neuruppiner Seepromenade (individueller Spaziergang)

 
 

Veranstalter

Urania-Verein

Gutenbergstr. 71 - 72
14467 Potsdam

Telefon (0331) 29 17 41
Telefax (0331) 29 36 83

E-Mail E-Mail:
www.urania-potsdam.de

Öffnungszeiten:
Mo 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Di 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Mi 9.00 - 13.00
Do 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Fr 9.00 - 13.00