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15.-17. Mai 2018: Gläser, Lüster, Perlen – Auf den Spuren der böhmischen Glasmacher: Tradition und Produktion eines uralten Handwerks

15.05.2018

Abfahrt: 6.30 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
6.45 Uhr ab URANIA Potsdam
7.00 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Jana Adam (Nachfahrin eines böhmischen Glasfabrikanten), Karin Flegel
Teilnehmerpreis: 425,00 Euro, EZZ: ca. 45,00 Euro
Leistungen: 2 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte, Führungen
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 19.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

1. Tag: Anreise nach Jablonec nad Nisou/Gablonz über Varnsdorf/Warnsdorf
Themen:

  • Ursprünge der Glasherstellung
  • Böhmisches Glas – Geschichte und gegenwärtige Produktion
  • Die Gablonzer Bijouterie
    Sie entwickelte sich mit der Produktion von Modeschmuck und Glaskurzwaren zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Region. Von ehemals 4.000 Betrieben gibt es heute noch etwa 100, die in der Produktion das räumliche Zentrum der Modeschmuckindustrie bilden (Führung)
  • Liberec/Reichenberg, die größte und bedeutendste Stadt Nordböhmens
    Wahrzeichen ist das Neorenaissance-Rathaus vom Wiener Architekten Franz von Neumann. Das Schloss Liberec wurde von den Brüdern Christoph und Melchior von Redern 1585–1587 erbaut und erhielt 1785/1786 sein heutiges Aussehen (Stadtrundgang).

Übernachtung bei Liberec (2x)

 

2. Tag: Nový Bor/Haida
Themen:

  • Das Glasmuseum in Nový Bor
    Der Glashändler Johann Christoph Socher ließ nach der Rückkehr von seinem erfolgreichen dreizehnjährigen Aufenthalt in Mexiko 1804 das Empire-Gebäude bauen. Man sieht die Werkstatt eines Glasmalers aus dem 19.  Jahrhundert, den Bereich der Unterglasmalerei, die die Geschichte der Stadt symbolisiert und eine ständige Ausstellung der geschichtlichen Entwicklung der Glasindustrie in Böhmen (Ausstellungsbesuch).
  • Okrouhlá u Nového Boru/Schaiba
    Die Herstellung und Veredelung von Glas sind für den Ort zum traditionellen Ausfuhrartikel geworden. Der Unternehmer Karl Meltzer, Besitzer der Malerwerkstatt und Hersteller von Kirchenfenstern, errichtete im Jahre 1893 ein kurioses neogotisches Gebäude als Musterschaustelle seines Betriebs (Außenbesichtigung der Ruine).
  • Die Glashütte Ajeto
    In dieser Glashütte kann man durch eine Glasfront den Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen und eine Ausstellung zu modernem Glashandwerk sehen (Besuch).
  • Kamenický Šenov/Steinschönau – ehemaliges Zentrum der Lüsterindustrie
    Die Sammlung in diesem klassizistischen, unter dem Denkmalschutz stehenden Gebäude orientiert es sich auf die traditionellen Glasfächer – auf das gravierte und geschliffene Glas (Museumsführung). Weiterhin sehenswert in diesem Ort sind die erste Glasfachschule, der Friedhof, der Marktplatz und die Ruine der ehemals erfolgreichsten Glasfabrik im Ort „Elias Palme“ (Stadtrundgang).

 

3. Tag: Kamenický Šenov/Steinschönau und Česká Kamenice/Böhmisch Kamnitz
Themen:

  • Die Glasmanufaktur von Kamenický Šenov/Steinschönau
    Diese neue Fabrik steht ganz in der Tradition von zwei alten Fabriken, die historisch bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen (Besichtigung).
  • Böhmisch Kamnitz
    Im 13. Jahrhundert wurde der Ort von deutschen Kolonisten gegründet und erlebte eine wechselvolle Geschichte. In Bezug auf die Glasproduktion fanden hier besonders Veredlungsprozesse statt (kleiner Stadtrundgang).
  • Die Wallfahrtskirche von Česká Kamenice/Böhmisch Kamnitz
    Man nennt sie auch die „Wunderkirche“, im Volksmund schreibt man ihr 129 Wunder zu. Seit ihrer Einweihung1739 bzw. 1763 (Vollendung) zieht die Wallfahrtskapelle Mariä Geburt mit der 1680 geschaffenen Marienstatue viele Gläubige an. Hier findet man auch herrliche bemalte Glasfenster aus der Region (Besichtigung).

 

 
 

Veranstalter

Urania-Verein

Gutenbergstr. 71 - 72
14467 Potsdam

Telefon (0331) 29 17 41
Telefax (0331) 29 36 83

E-Mail E-Mail:
www.urania-potsdam.de

Öffnungszeiten:
Mo 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Di 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Mi 9.00 - 13.00
Do 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Fr 9.00 - 13.00