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Die Gartenstadt Marga und das Hoyerswerda der Franziska Linkerhand: Deutscher Städtebau zwischen 1900 und 1990

28.04.2018

Abfahrt: 7.30 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.45 Uhr ab URANIA Potsdam
8.00 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 63,00 Euro
Leistungen: Programm, Eintritte, Führungen, Mittagessen
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Ankunft: ca. 19.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

In der Zeit zwischen 1907 und 1915 wurde die im Senftenberger Ortsteil Brieske gelegene Gartenstadt Marga als Werkssiedlung der Ilse Bergbau AG errichtet. Nach Entwürfen des Dresdner Architekten Georg Heinsius von Mayenburg (1870–1930) entstanden 78 Häuser, die ca. 15 verschiedenen Haustypen zuzuordnen sind.

 

Unter Denkmalschutz seit 1985

Architektonisch geprägt ist die Gartenstadt von Elementen des späten Jugendstils und der Dresdner Reformarchitektur. Bezogen auf den Planungszeitraum gilt Marga als älteste Gartenstadt Deutschlands. 1985 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und in den Jahren 1998 bis 2000 saniert.

 

Kombinat Schwarze Pumpe

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Kreis Hoyerswerda dem Kohle- und Energiebezirk Cottbus zugeordnet. Im Juni 1955 beschloss der Ministerrat der DDR den Aufbau des Kombinates Schwarze Pumpe. Die dafür benötigten Arbeitskräfte sollten in einer neu zu errichtenden Stadt angesiedelt werden. Hoyerswerda wurde als verkehrstechnisch, lufthygienisch und städtebaulich optimaler Standort gewählt.

 

72.000 Einwohnern im Jahr 1981

Zunächst hatte man eine Stadt mit 38.000 Einwohnern ins Auge gefasst, für die im August 1955 der Grundstein gelegt wurde. Nach ersten Erweiterungen am Rand von Hoyerswerda begann man im Juni 1957 mit dem Aufbau einer völlig neuen Stadt jenseits der Schwarzen Elster. Vorgesehen waren sieben Wohnkomplexe und ein neues Stadtzentrum. Schnell wurde klar, dass die Stadt mehr Menschen als geplant aufnehmen musste. Der Höchststand wurde 1981 mit fast 72.000 Einwohnern erreicht.

 

Ringen um Visionen zwischen Euphorie und Resignation
Die Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933–1973) lebte von Januar
1960 bis Ende November 1968 in Hoyerswerda-Neustadt. Hier entstanden ihre wichtigsten Bücher „Ankunft im Alltag“, „Das grüne Licht der Steppen“ und der Roman „Franziska Linkerhand“. In ihren Tagebüchern und Briefen schildert sie mit Leidenschaft und Offenheit jene Jahre, ebenso wie ihr Ringen um Visionen zwischen Euphorie und Resignation.


Programmpunkte:

  • die Gartenstadt Marga (geführter Rundgang)
  • Teile der Wohnkomplexe I bis X in Hoyerswerda-Neustadt (geführter Rundgang auf den Spuren des Romans „Franziska Linkerhand“)

 
 

Veranstalter

Urania-Verein

Gutenbergstr. 71 - 72
14467 Potsdam

Telefon (0331) 29 17 41
Telefax (0331) 29 36 83

E-Mail E-Mail:
www.urania-potsdam.de

Öffnungszeiten:
Mo 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Di 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Mi 9.00 - 13.00
Do 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Fr 9.00 - 13.00