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19.-22. März 2018: Prag, die Kulturmetropole an der Moldau: Kulturhistorische und literarische Entdeckungen zwischen Prager Hochburg und Kleinseite

19.03.2018

Abfahrt: 7.00 Uhr ab S-Bhf. Wannsee, Taxistand
7.15 Uhr ab URANIA Potsdam
7.30 Uhr ab Potsdam Hbf., Fernbussteig
Exkursionsleitung: Dr. Mathias Iven (Philosoph und Publizist)
Teilnehmerpreis: 565,00 e, EZZ: ca. 80,00 e
Leistungen: 3 Ü/HP, DZ, Du/WC, Programm, Eintritte, Führungen
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Ankunft: ca. 21.00 Uhr in Potsdam/Wannsee

 

1. Tag: Hinfahrt über Theresienstadt/Terezín
Mehr als 200 Jahre österreichische, tschechische und deutsche
Geschichte sind in Theresienstadt auf engstem Raum zu erleben. Während die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts angelegten Festungsanlagen der Stadt niemals in einem Krieg bestehen mussten, wurden die der Kleinen Festung seit Anfang des 19. Jahrhunderts als Gefängnis genutzt. Das tragischste Kapitel der Stadtgeschichte ist die deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg: In der Kleinen Festung richtete die Gestapo ein Gefängnis ein. Die Stadt selbst wurde zu einem Ghetto, einem Konzentrationslager für Juden, in dem auch Kafkas jüngste Schwester Ottilie („Ottla“) umkam – Emil Utitz, ein Mitschüler Franz Kafkas und Leiter der Ghettobibliothek, überlebte (Führung).
Übernachtung im Raum Prag (3x)

2. und 3. Tag: Die Prager Altstadt – Welterbestätte der UNESCO
Prag, die „Goldene Stadt“ an der Moldau, ist ein Ort mit einer wechselvollen und ereignisreichen Geschichte. Erinnern wir uns nur an den Prager Fenstersturz als Auslöser des Dreißigjährigen Krieges oder an die Rede von Bundesaußenminister Genscher im September 1989, die Tausenden DDR-Bürgern die Ausreise in die BRD ermöglichte. Um 1900 war Prag ein Zentrum für junge Künstler und Literaten tschechischer und deutscher Sprache. Allein drei Dichterkreise wetteiferten miteinander. Den engeren „Prager Kreis“ bildeten Max Brod, seine Freunde Franz Kafka, Felix Weltsch und Oskar Baum. Der Verein „Wefa“ umfasste viele Autoren, die heute kaum noch bekannt sind, wie Friedrich Adler. Einem anderen Verein, dem neuromantischen Kreis „Jung-Prag“, gehörten zum Beispiel Rainer Maria Rilke, Gustav Meyrink und Franz Werfel an.

 

Paläste aus Renaissance und Barock
Die Prager Altstadt wird besonders mit ihren teils aus der Romanik
und Gotik sowie aus der Zeit des Jugendstils stammenden Häuser,
ihren zahlreichen Kirchen und engen Gassen geprägt. Auf der Kleinseite und in der Hradschin-Stadt dominieren dagegen Paläste aus der Renaissance und dem Barock.

 

Jüdisches Viertel und Vyšehrad-Friedhof

Auf mehreren geführten Stadtrundgängen werden wir den Spuren der zahllosen Prager Persönlichkeiten folgen und der mehr als 1.000-jährigen Geschichte Prags nachspüren. Dabei besuchen wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, so z. B. die Prager Burg mit dem Veitsdom, die Karlsbrücke, den Altstädter Ring mit der Teynkirche und das Rathaus mit der weltberühmten astronomischen Uhr, aber auch das jüdische Viertel und den Vyšehrad-Friedhof mit den Gräbern von Antonin Dvořák, Bedřich Smetana und Karel Čapek.

 

4. Tag: Rückfahrt über Dresden-Hellerau
Bis heute hat die im Juni 1909 gegründete Gartenstadtsiedlung Dresden-Hellerau ihre Strahlkraft als umfassendes Projekt der frühen Moderne nicht verloren. Mit der propagierten „Einheit von Wohnen und Arbeit, Kultur und Bildung“ zog sie Anfang des vergangenen Jahrhunderts Reformbegeisterte aus ganz Europa an.

 

Geschichte und Entwicklung der literarischen Moderne

Stilbildende Architekten der damaligen Zeit, wie Richard  Riemerschmid, Heinrich Tessenow und Hermann Muthesius verantworteten den Bau von Werkstätten, kleinen  Siedlungshäusern, Gärten, Villen und Einrichtungen, die dem Gemeinwohl dienen sollten. Und schließlich ist Hellerau mit der Geschichte und Entwicklung der literarischen Moderne verbunden, denn eine Vielzahl von Schriftstellern – so z. B. die Prager  Schriftsteller Franz Kafka, Johannes Urzidil oder Paul Adler – wählte Hellerau als Wohnsitz, manche für wenige Monate, andere
für Jahre (geführter Rundgang).

 
 

Veranstalter

Urania-Verein

Gutenbergstr. 71 - 72
14467 Potsdam

Telefon (0331) 29 17 41
Telefax (0331) 29 36 83

E-Mail E-Mail:
www.urania-potsdam.de

Öffnungszeiten:
Mo 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Di 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Mi 9.00 - 13.00
Do 9.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00
Fr 9.00 - 13.00