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Erlesenes neu gelesen

Erlesenes neu gelesen

 

Sie möchten sich über Klassiker der Literatur mit anderen Menschen austauschen? Dann ist der Kurs „Erlesenes neu gelesen" genau das Richtige für Sie.

 

Dozent: Dr. Mathias Iven

Zeit: letzter Fr, monatlich, 10.00 – 11.30 Uhr | Kursbeginn: 21.9.2018

 

Lesen braucht Zeit. Das Nachdenken über das Gelesene ebenso. Um sich über das Gelesene auszutauschen braucht es Gleichgesinnte. In der Reihe „Erlesenes – neu gelesen“ ist es möglich, sich mit Literaturfreunden zu treffen und über Meisterwerke der Literatur zu diskutieren.

 

Namen und Hintergründe
Ob Erzählung oder Roman – seit September 2017 geht es einmal im Monat um Texte, die bereits zum Klassiker geworden sind, die es werden könnten oder die einfach nur lesenswert sind. Dabei wollen die Kursteilnehmer sich nicht allein auf die Inhalte beschränken, sondern auch etwas über die Schriftsteller und die Entstehungshintergründe erfahren.


Dr. Mathias Iven, langjähriger Mitarbeiter der URANIA und bekannt als Vortragender und Exkursionsleiter, möchte mit Ihnen über folgende Bücher ins Gespräch kommen:

 

Die einzelnen Kurstermine sind einzeln buchbar. Sie haben Fragen? Dr. Mathias Iven steht Ihnen gern zur Verfügung: per E-Mail oder per Telefon: 0331-291741.

 

Termine:

 

Freitag, 21. September 2018 – 10 Uhr

Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit

Der englische Kapitän und Polarforscher John Franklin hat Schwierigkeiten, mit seiner Zeit Schritt zu halten. Immer wieder steht ihm bei seinen Unternehmungen seine außergewöhnliche Langsamkeit im Wege. Diesen vermeintlichen Mangel gleicht er durch eine genaue Beobachtungsgabe, ein exzellentes Gedächtnis und eine Beharrlichkeit aus, die ihn schließlich zu einem großen Entdecker werden lässt.
Sten Nadolnys preisgekrönte Romanbiographie „Die Entdeckung der Langsamkeit“ erschien 1983, wurde in über 20 Sprachen übersetzt und bis heute fast 2 Millionen Mal verkauft.

 

 

Freitag, 26. Oktober 2018 – 10 Uhr
Hermann Hesse, Siddhartha

Die in Montagnola geschriebene, erstmals im Herbst 1922 veröffentlichte Erzählung „Siddhartha“ ist für Generationen von Lesenden zu einem Kultbuch geworden. Mit diesem Text, dessen Handlung im 6. Jahrhundert v. Chr. angesiedelt ist, versuchte der im württembergischen Calw geborene Nobelpreisträger Hermann Hesse zu ergründen, „was allen Konfessionen und allen menschlichen Formen der Frömmigkeit gemeinsam ist, was über allen nationalen Verschiedenheiten steht, was von jeder Rasse und von jedem Einzelnen geglaubt werden kann“.

 

Freitag, 30. November 2018 – 10 Uhr
Robert Menasse, Die Hauptstadt

Wie lässt sich das Image der Europäischen Kommission aufpolieren? Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe ...
Der in Wien geborene Schriftsteller Robert Menasse spannt in seinem 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.

 

Freitag, 14. Dezember 2018 – 10 Uhr
Jean-Paul Sartre, Der Ekel

Antoine Roquentin führt ein relativ ereignisloses Leben. Er fühlt sich nicht als Teil der Masse und empfindet oft sogar Ekel, wenn er in Gesellschaft ist. Allerdings weniger vor den Menschen selbst als vor der Existenz an sich und der Existenz die diese Menschen führen.
Fünf Jahre arbeitete Sartre an seinem ersten Roman. Das 1938 erschienene Buch, das den Autor über Nacht berühmt machte, wurde zu einem der wichtigsten Texte des Existenzialismus. – Als Sartre 1964 der Nobelpreis für Literatur verliehen werden sollte, lehnte er die Auszeichnung ab, da er seine Unabhängigkeit als Intellektueller gefährdet sah.

 

Freitag, 25. Januar 2019 – 10 Uhr
Theodor Fontane, Ellernklipp

In einem Harzdorf spielt sich ein Familiendrama ab – in der Hauptrolle das Waisenmädchen Hilde und die „dämonisch-unwiderstehliche Macht des Illegitimen“.
Fontanes berühmte Kriminalerzählung beruht auf einer wahren Begebenheit. Unter dem Spruch „Ewig und unwandelbar ist das Gesetz“ vollzieht sich das Schicksal des angesehenen Baltzer Bocholt. Er nimmt Hilde in sein Haus auf, die schon bald die leidenschaftlichen Empfindungen des Sohnes wie die zärtlichen Gefühle des Vaters weckt. Zwischen den Männern kommt es zu einem tödlichen Zweikampf. Während die Tat den einen vernichtet, bringt sie den anderen an das Ziel seiner Wünsche. Doch die Leidenschaft der Eifersucht ist nicht nur eine zerstörerische, sie ist vor allem eine selbstzerstörerische Macht …


Freitag, 22. Februar 2019 – 10 Uhr
Amoz Oz, Judas

Der 1939 in Jerusalem geborene und mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Amos Oz hat mit „Judas“ einen Liebesroman geschrieben, der zugleich ein Buch über das geteilte Jerusalem vor dem Sechs-Tage-Krieg ist: Im Winter 1959 kommt der junge Schmuel Asch nach Jerusalem, um seine Magisterarbeit zu schreiben. Allein und ohne finanzielle Unterstützung, braucht er dringend eine Nebenbeschäftigung. Eine Anzeige führt ihn ins Haus eines eigentümlichen alten Mannes. Nachts liest er ihm vor und unterhält sich mit ihm. Und dort trifft er auf die geheimnisvolle Atalja Abrabanel, deren verstorbener Vater einer der maßgeblichen Anführer der zionistischen Bewegung war. Nach und nach gelingt es Schmuel, ihr Geheimnis zu enthüllen – und damit auch das des alten Mannes.

 

Freitag, 29. März 2019 – 10 Uhr
Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz

Ein Flieger muss in der Wüste notlanden und trifft dort den kleinen Prinzen, den es von einem winzigen Planeten auf die Erde verschlagen hat. Der erzählt ihm von seiner Reise, sie werden Freunde, und eines Tages ist der kleine Prinz wieder verschwunden. Der Erzähler startet sein repariertes Flugzeug und bittet die Leser: „Schreibt mir schnell, wenn er wieder da ist …“
„Der kleine Prinz“, das 1943 in New York veröffentlichte, mit eigenen Illustrationen ausgestattete Kultbuch von Antoine de Saint-Exupéry, ist ein modernes Kunstmärchen, das als ein Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit gelesen werden kann.

 

Freitag, 12. April 2019 – 10 Uhr
Johannes Bobrowski, Levins Mühle

Mit seiner Prosa gehört Johannes Bobrowski in die Reihe der großen „ostdeutschen“ Autoren wie Günter Grass, Hermann Lenz und Uwe Johnson. Sein wirkungsmächtiger Roman „Levins Mühle“ spielt in Westpreußen im Jahre 1874. Er erzählt auf eine sehr eigene Art von der Landschaft, von den Tieren und von den Menschen. Da sind die katholischen Polen, Juden, Zigeuner, Vaganten, Kossäten, und natürlich die Deutschen, Baptisten, Adventisten, Methodisten – ein lebhaftes Durcheinander und ein Reichtum an Sprache und Geschichten, wie er einem selten begegnet.

 

Freitag, 17. Mai 2019 – 10 Uhr
Anne Wiazemsky, Mein Berliner Kind

Berlin, 1945: Claire Mauriac arbeitet in der zerstörten Stadt für das französische Rote Kreuz. Sie möchte sich nützlich machen, nicht mehr „nur“ die Tochter des berühmten Literaturnobelpreisträgers sein. Am Steuer ihres Krankenwagens fühlt sie sich zum ersten Mal lebendig. Da begegnet sie Yvan Wiazemsky, einem polyglotten Offizier, dessen Familie während der Russischen Revolution nach Frankreich fliehen musste und der noch nie von ihrem Namen gehört hat …
Anne Wiazemsky, Regisseurin, Schauspielerin und mehrfach preisgekrönte Schriftstellerin, erzählt aus dem Leben ihrer Mutter – eine überraschende Geschichte einer Amour fou zur „Stunde Null“.

 

Freitag, 28. Juni 2019 – 10 Uhr
Ernest Hemingway, Der alte Mann und das Meer

Allein fährt er in einem kleinen Ruderboot aufs Meer hinaus. Vierundachtzig Tage hat er nichts gefangen. Sein junger Helfer wurde auf ein anderes Boot geschickt – der alte Mann sei vom Unglück verfolgt, sagen dessen Eltern. Doch nachdem Santiago wieder einen ganzen Tag lang umsonst gewartet hat, beißt ein sehr großer Fisch an und zieht ihn und das Boot hinaus aufs offene Meer – ein ungleicher Kampf beginnt.
Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 1953, ein Jahr später ausdrücklich von der Nobelpreis-Jury erwähnt: Hemingways faszinierende Novelle über den kubanischen Fischer Santiago ist eine der berühmtesten Erzählungen der modernen Weltliteratur.

 

Der Kurs wird Ende September 2019 fortgesetzt.

 

In dieser Veranstaltungsreihe liest und diskutiert der Philosoph, Publizist und Autor Dr. Mathias Iven mit Ihnen über Romane, Sachbücher, Biographien … Dabei beschränkt er sich nicht allein auf Inhalte, auch über die Autoren und die Entstehungshintergründe der Texte können die Kursteilnehmer vieles erfahren.