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„Wir haben keine andre Zeit als diese...“ - Vortrag über Mascha Kaléko in der URANIA Potsdam

17.11.2017

Potsdam. Um die deutschsprachige, der Neuen Sachlichkeit zugerechnete Dichterin Mascha Kaléko geht es in einem Vortrag der URANIA Potsdam am 23. November 2017. Referentin ist die Schriftstellerin, Journalistin und Dozentin für Literatur Jutta Rosenkranz.

 

Mascha Kaléko wurde 1907 in Galizien geboren. „Bekannt geworden ist mit heiter-melancholischen Großstadt-Gedichten“, sagt Jutta Rosenkranz. 1933 erschien der erste Gedichtband »Das lyrische Stenogrammheft«, 1934 der zweite. 1938 musste die Dichterin nach New York emigrieren. Ihre Exil-Gedichte publizierte sie 1945 in »Verse für Zeitgenossen«. 1956 besuchte sie erstmals wieder Deutschland und Berlin.

 

„In ihren Gedichten und Briefen spiegeln sich ihr ambivalentes Wiedersehen mit der alten Heimat und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“, so Rosenkranz weiter. 1959 zog Kaléko mit ihrem Mann nach Israel. 1975 starb sie in Zürich. „Das Motiv der Hei-matlosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Verse“, so Rosenkranz. „Sie war die erfolgreichste deutsch-sprachige Dichterin des 20. Jahrhunderts. Ihre Gedichtbände erreichten nach denen von Goethe die höchsten Auflagen“, so die Autorin abschließend.
 
Der Vortrag von Jutta Rosenkranz wird ergänzt um Originalton-aufnahmen Mascha Kalékos. Der Teilnehmerpreis beträgt acht Euro, ermäßigt sieben Euro.  Karten können direkt in der  Geschäftsstelle der URANIA in der Gutenbergstraße 71/72 gekauft oder und unter der Tel.-Nr.: 0331-291741 reserviert werden.

 

Über Jutta Rosenkranz
Jutta Rosenkranz wurde in Berlin geboren. Sie studierte Germanistik und Romanistik. Die  Schriftstellerin, Journalistin und Dozentin für Literatur hat eigene Lyrik, Prosa, Essays sowie Hörspiele und Radio-Features verfasst. 2000 erhielt sie den Lyrikpreis Poetessa. 2007 veröffentlichte Jutta Rosenkranz im Deutschen Taschenbuch Verlag die erste umfassende Biographie über Mascha Kaléko (14. Gesamt-Auflage 2016).  Sie ist zudem Kuratorin der ersten Mascha-Kaléko-Ausstellung, die sie 2007/2008 für das Literaturhaus Berlin konzipierte. 2012 erschien die von ihr herausgegebene und kommentierte vierbändige Mascha-Kaléko-Gesamtausgabe (Werke und Briefe, dtv).


Über den URANIA Potsdam e.V.
In der Tradition Wilhelm Foersters will der URANIA e. V. Potsdam naturwissenschaftliche Zusammenhänge und neue Erkenntnisse in der Wissenschaft sowie kulturelle Werte einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Im Jahre 1888 hat Wilhelm Foerster zusammen mit Werner von Siemens und Max Wilhelm Meyer in Berlin die URANIA gegründet. Der Name ist der griechischen Mythologie entlehnt: Urania ist die Muse der Himmelskunde. In Potsdam gab es seit 1954 die URANIA als „Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaft-licher Kenntnisse“. Nach dem politischen Umbruch 1989 wurde die URANIA als Verein am 6. März 1991 neu gegründet. Aktuelle Programme zu Vorträgen, Führungen und Kursen sowie Veranstal-tungen und Exkursionen sind im Internet unter www.urania-potsdam.de abrufbar.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: „Wir haben keine andre Zeit als diese...“ - Vortrag über Mascha Kaléko in der URANIA Potsdam