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Villa Starck am Jungfernsee: Die Entwicklung des Anwesens vom barocken Weinberg zum heutigen Villenpark

17.11.2017

Potsdam. Ein Vortrag der URANIA Potsdam am kommenden Dienstag, den 21. November 2017 um 18.30 Uhr zeichnet ein Stück Potsdamer Stadtgeschichte rund um die Villa Starck am Jungfernsee nach. Referentin ist die Kunsthistorikerin Angelika Kaltenbach.

 

„1760 erbte Dorothea Elisabeth Blümecke ein 25 Morgen großes Weinberg–Grundstück am nordöstlichen Hang des Pfingstbergs, das sich bis zum Bertiniweg am Ufer des Jungfernsees erstreckte“, sagt Angelika Kaltenbach. „Zunächst wurde es von Potsdamer Bürgern als Weinberg genutzt. Danach erwarb es dann ein Berliner Ehepaar als Sommerwohnsitz. Am Ende des 19. Jahrhunderts gehörte es einem bekannten Berliner Gastronom, der dort eine große Obstplantage anlegte“, so Kaltenbach.
 
Ein Wirtschaftsgebäude mit Pferdestall sowie ein Treibhaus und eine Blumenhalle wurden gebaut. Später kamen ein weiteres Gewächshaus sowie ein Heizhaus mit einem hohen Schornstein hinzu. Ein Teil des Grundstücks wurde bereits zu dieser Zeit zu einer Parkanlage umgestaltet. In den Zwanzigerjahren stattete der Großindustrielle Hermann C. Starck es mit einer eleganten zweigeschossigen Villa, einem Hafen mit Bootshaus und einem einzigartigen Rosengarten aus.

 

„Mein Vortrag vermittelt neue Einblicke in die Geschichte des Anwesens am Jungfernsee“, so Kaltenbach weiter. „Die Entwicklung des Potsdamer Pfingstbergs vom Weinbaugebiet zum Villenstandort lässt sich anhand dieser Geschichte sehr gut nachvollziehen.“

 

Der Teilnehmerpreis für den Vortrag von Angelika Kaltenbach beträgt sechs Euro, ermäßigt fünf Euro.  Karten können direkt in der  Geschäftsstelle der URANIA in der Gutenbergstraße 71/72 gekauft oder und unter der Tel.-Nr.: 0331-291741 reserviert werden.

 

Über Angelika Kaltenbach
Angelika Kaltenbach studierte Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin, wo sie 1995 mit einer Arbeit über den  Architekten des Funkturms Heinrich Straumer promovierte. Ab 1996 arbeitete sie als Denkmalpflegerin in Steglitz-Zehlendorf. Daneben war sie an der Buchreihe „Baudenkmale in Berlin“ beteiligt, wobei sie unter anderem die Bände „Dahlem“ und „Wannsee“ bearbeitete. Seit 2011 ist Angelika Kaltenbach freiberuflich beratend und als Fachbuchautorin tätig. Zuletzt gab sie den Sammelband „Die Heilandskirche am Port zu Sacrow“ und eine Publikation über die Villa Starck heraus.

 

Über den URANIA Potsdam e.V.
In der Tradition Wilhelm Foersters will der URANIA e. V. Potsdam naturwissenschaftliche Zusammenhänge und neue Erkenntnisse in der Wissenschaft sowie kulturelle Werte einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Im Jahre 1888 hat Wilhelm Foerster zusammen mit Werner von Siemens und Max Wilhelm Meyer in Berlin die URANIA gegründet. Der Name ist der griechischen Mythologie entlehnt: Urania ist die Muse der Himmelskunde. In Potsdam gab es seit 1954 die URANIA als „Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaft-licher Kenntnisse“. Nach dem politischen Umbruch 1989 wurde die URANIA als Verein am 6. März 1991 neu gegründet. Aktuelle Programme zu Vorträgen, Führungen und Kursen sowie Veranstaltungen und Exkursionen sind im Internet unter www.urania-potsdam.de abrufbar.